Deutschland nach Hooton? Was 1943 gefordert wurde – und was davon heute erschreckend vertraut wirkt!!!
Von Alfred-Walter von Staufen
Der Plan, der keiner war und trotzdem verstört
Der sogenannte Hooton-Plan ist kein Dokument aus einem dunklen Internetforum, kein anonymer Zettel, der Jahrzehnte später aus einer Schublade gezogen wurde, sondern geht auf den amerikanischen Anthropologen Earnest Albert Hooton zurück, der an der Harvard University lehrte und am 4. Januar 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, in der New Yorker Zeitung PM den Beitrag Breed War Strain Out of Germans veröffentlichte. Hooton dachte nicht in Kategorien heutiger Integrationspolitik, sondern in jener eugenischen Sprache seiner Epoche, in der Menschen, Völker und politische Eigenschaften mit einer biologischen Selbstverständlichkeit vermessen wurden, die heute zu Recht befremdet. Sein Ziel war ausdrücklich, den deutschen Nationalismus und die von ihm angenommene aggressive Ideologie dauerhaft zu brechen. Dazu sollte nicht allein das politische System beseitigt werden. Hooton griff tiefer: in die Bevölkerungsstruktur selbst.[1]
Sein Vorschlag sah vor, einen großen Teil der deutschen Soldaten für zwanzig Jahre oder länger außerhalb Deutschlands als Arbeitskräfte beim Wiederaufbau einzusetzen. Ledige Männer sollten nach seiner Vorstellung Frauen in den Ländern ihres Aufenthalts heiraten können, während ihre dauerhafte Rückkehr nach Deutschland verhindert werden sollte. Hooton verband damit ausdrücklich die Hoffnung, die Geburtenrate der von ihm sogenannten „pure Germans“ zu vermindern und eine „outbreeding“ genannte Vermischung zu fördern. Gleichzeitig wollte er Deutschland in mehrere Staaten aufteilen und während der Besatzungszeit Eheschließungen zwischen deutschen Frauen und Angehörigen der alliierten Besatzung fördern. Schließlich verlangte er die Einwanderung und dauerhafte Ansiedlung nichtdeutscher Staatsangehöriger in den deutschen Staaten, mit der bemerkenswerten Ergänzung „especially males“. Der Wortlaut ist dokumentiert; die wissenschaftliche Beschäftigung mit Hooton bestätigt zugleich seine Einordnung in die damalige Eugenikdebatte.[2]
Man muss an dieser Stelle gerade deshalb nüchtern bleiben, weil der Text selbst bereits drastisch genug ist. Hootons Aufsatz war kein nachgewiesenes Regierungsprogramm der Vereinigten Staaten und kein Beweis dafür, dass heutige europäische Migrationspolitik nach seinem Entwurf gesteuert wird. Wer aus der bloßen Existenz des Textes eine geheime, über acht Jahrzehnte durchgehaltene Befehlskette konstruiert, behauptet mehr, als die Quellen hergeben. Wer allerdings so tut, als dürfe man den historischen Text deshalb nicht mit heutigen demografischen Ergebnissen vergleichen, macht es sich ebenso bequem. Ein Vergleich ist keine Behauptung von Kausalität. Er fragt zunächst nur, ob ein damals beschriebenes Ergebnis heute sichtbar ist.
Und genau dort beginnt das Unbehagen. Deutschland verzeichnete 2015 einen Wanderungsüberschuss von rund 1,139 Millionen Menschen.[3] Ende 2025 waren im Ausländerzentralregister rund 14,07 Millionen ausländische Personen mit Wohnort in Deutschland registriert.[4] Nach dem Mikrozensus lebten 2025 rund 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte im Land, also mehr als ein Viertel der Bevölkerung.[5] Noch konkreter: Von den 2024 in Deutschland lebenden Menschen waren knapp 6,5 Millionen erst seit 2015 eingewandert.[6] Das sind keine politischen Wertungen und keine Chiffren, sondern amtliche Größenordnungen.
Damit steht zunächst lediglich eine unbequeme Gegenüberstellung im Raum: Ein Harvard-Anthropologe forderte 1943 eine dauerhafte Ansiedlung Nichtdeutscher, ausdrücklich auch von Männern, und eine langfristige Veränderung der deutschen Bevölkerungsstruktur; acht Jahrzehnte später ist Deutschland durch umfangreiche Zuwanderung, dauerhafte Niederlassung und Einbürgerung tatsächlich demografisch erheblich heterogener geworden. Das beweist keinen fortwirkenden Hooton-Plan. Aber es macht die Frage legitim, wie weit Ergebnisähnlichkeit reichen darf, bevor eine Gesellschaft wenigstens bereit ist, ihre eigene Entwicklung ohne Tabu, ohne Hysterie und ohne Denkverbote zu betrachten.
Millionen kommen nicht nur aus Spaß
Wer seit 2015 über Migration in Europa spricht und dabei das Wort „Millionen“ vermeidet, weil es politisch unschön klingt, macht aus Statistik bereits Sprachpflege. Allein in den Jahren 2015 und 2016 wurden in der Europäischen Union jeweils rund 1,2 Millionen Erstanträge auf internationalen Schutz registriert; 2024 waren es noch knapp 913.000, 2025 rund 669.400. Diese Zahlen dürfen nicht einfach addiert und anschließend als Zahl dauerhaft eingewanderter Flüchtlinge ausgegeben werden, weil Menschen ausreisen, Anträge abgelehnt werden, Schutzstatus sich ändern und Asylstatistik etwas anderes ist als dauerhafte Niederlassung. Aber ebenso unseriös wäre es, aus dieser methodischen Vorsicht den Eindruck einer kleinen Randbewegung zu basteln. Europa hat innerhalb eines Jahrzehnts eine Wanderungsbewegung erlebt, deren Größenordnung Gesellschaft, Wohnungsmarkt, Schulen, Verwaltung, Sozialstaat und politische Debatten zwangsläufig verändert.[7]
Hinzu kommt die Flucht aus der Ukraine, die statistisch getrennt betrachtet werden muss: Ende Mai 2026 standen in der EU rund 4,38 Millionen aus der Ukraine geflohene Nicht-EU-Bürger unter vorübergehendem Schutz. Wer daraus eine Fortsetzung der vorwiegend männlich geprägten Asylmigration ableitet, liegt jedoch daneben, denn bei den ukrainischen Schutzberechtigten waren Frauen und Minderjährige besonders stark vertreten. Bei den klassischen Asylanträgen zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Eurostat weist für 2025 aus, dass Männer häufiger als Frauen erstmals Asyl beantragten; Männer zwischen 18 und 34 Jahren allein stellten 36,2 Prozent sämtlicher Erstantragsteller. Das ist bemerkenswert, gerade weil Hooton 1943 die Ansiedlung nichtdeutscher Menschen in Deutschland ausdrücklich mit dem Zusatz „especially males“ versah. Bemerkenswert heißt allerdings nicht beweiskräftig. Eine demografische Ähnlichkeit ersetzt keine historische Befehlskette.[8]
Entscheidender als die Bilder an Bahnhöfen ist ohnehin, was zehn Jahre später geblieben ist. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten 2024 knapp 6,5 Millionen Menschen in Deutschland, die seit 2015 eingewandert waren; gut 4,2 Millionen davon kamen zwischen 2015 und 2021, weitere gut 2,2 Millionen zwischen 2022 und 2024. Unter den wichtigsten Herkunftsländern dieser jüngeren Einwanderung finden sich Syrien, die Ukraine, Rumänien, Polen und die Türkei. Wer also behauptet, die Ereignisse seit 2015 seien lediglich eine kurze Flüchtlingsepisode gewesen, übersieht den offensichtlichsten Befund: Ein erheblicher Teil der Wanderung hat sich in Bevölkerung verwandelt. Menschen wohnen hier, arbeiten hier, bekommen Aufenthaltstitel, werden eingebürgert, gründen Familien und prägen die Orte, in denen sie leben. Das ist weder moralisch gut noch moralisch schlecht, sondern zunächst demografische Wirklichkeit.[9]
Auch die oft emotional aufgeladene Frage der „Vermischung“ braucht keine raunende Sprache. 2024 wurden nach Destatis 18.122 Ehen zwischen deutschen Frauen und ausländischen Männern sowie 21.542 zwischen deutschen Männern und ausländischen Frauen geschlossen; hinzu kamen 861 Ehen zwischen einem deutschen und einem ausländischen Mann sowie 407 zwischen einer deutschen und einer ausländischen Frau. Das sind private Entscheidungen freier Menschen, keine amtliche Zuchtordnung, und gerade deshalb wäre es grotesk, daraus einen Beweis für die Umsetzung Hootons zu machen. Dennoch gehört auch diese Normalität zum demografischen Wandel einer Einwanderungsgesellschaft. Hooton wollte solche Verbindungen politisch instrumentalisieren; heute entstehen sie individuell. Das sichtbare Ergebnis kann sich in einem Ausschnitt ähneln, während Ursache, Rechtsordnung und moralischer Kontext grundverschieden sind. Genau diese Unterscheidung macht den Vergleich schärfer, nicht schwächer.[10]
Der Vergleich wird erst dort gefährlich, wo man ihn nicht mehr prüfen darf
Der schärfste Hooton-Vergleich beginnt nicht mit der Behauptung, irgendwo in Washington, Brüssel oder Berlin liege seit achtzig Jahren derselbe vergilbte Fahrplan auf dem Tisch. Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg. Er beginnt mit etwas viel Unbequemerem: Deutschland hat sich demografisch in einem Tempo verändert, das noch vor wenigen Jahrzehnten kaum jemand für selbstverständlich gehalten hätte, und diese Veränderung ist längst nicht mehr nur eine Frage vorübergehender Schutzgewährung. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 332.500 Menschen eingebürgert, mehr als jemals zuvor seit Einführung der heutigen Statistik; bereits 2024 waren es knapp 292.000 gewesen. Einbürgerung bedeutet rechtlich gerade nicht Gaststatus, sondern die Aufnahme in das Staatsvolk mit allen Rechten und Pflichten. Wer über dauerhafte Veränderung sprechen will, muss deshalb nicht spekulieren, sondern nur die amtlichen Tabellen lesen.[11]
Damit bekommt der alte Hooton-Text seinen verstörenden Spiegel, aber noch immer keinen geheimen Nachfolger. Hooton wollte Bevölkerungspolitik als politisches Werkzeug benutzen; die Bundesrepublik des Jahres 2026 begründet Einwanderung, Asyl, Familiennachzug oder Einbürgerung mit völlig anderen rechtlichen und politischen Kategorien. Genau deshalb wäre es intellektuell billig, aus ähnlichen Endbildern identische Absichten zu machen. Ebenso billig wäre allerdings die umgekehrte Methode, bei jeder sichtbaren demografischen Veränderung sofort die Augen zu schließen, nur weil der historische Vergleich unangenehm ist. 2025 lebten rund 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland, ihr Anteil an der Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten lag bei 26,3 Prozent. Das bedeutet nicht, dass jeder vierte Einwohner „Flüchtling“ wäre, denn die Gruppe umfasst Menschen mit sehr unterschiedlichen Herkunfts-, Aufenthalts- und Lebensgeschichten. Es bedeutet aber, dass Deutschland längst eine Einwanderungsgesellschaft geworden ist, und zwar nicht als rhetorische Figur, sondern als statistische Tatsache.[12]
Gerade an diesem Punkt wird häufig so getan, als gebe es nur zwei erlaubte Positionen: Entweder man erklärt jede Veränderung zur kulturellen Bereicherung, oder man behauptet eine seit 1943 durchregierte Verschwörung. Beides erspart Denken. Eine Gesellschaft darf fragen, welche Größenordnung von Zuwanderung sie verkraftet, wie Integration funktionieren soll, ob Schulen, Wohnungsmarkt, Kommunen und Sozialstaat Schritt halten, welche gemeinsame Sprache und politische Kultur sie erwartet und wie viel Veränderung innerhalb welcher Zeit demokratisch getragen wird. Solche Fragen sind keine Eugenik und kein ethnisches Reinheitsprogramm. Sie gehören zum politischen Selbstbestimmungsrecht eines demokratischen Gemeinwesens. Dass die aktuelle Bundesregierung inzwischen selbst von „ordnen, begrenzen und steuern“ spricht, die irreguläre Migration verringern will und weitere Verschärfungen beschlossen hat, zeigt zudem, dass selbst die Politik die Steuerungsfrage heute offen als Problem behandelt.[13]
Auch Europa bewegt sich inzwischen nicht auf einer simplen Linie grenzenloser Öffnung. Seit dem 12. Juni 2026 gelten die neuen Regeln des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, mit vereinheitlichten Verfahren, Kontrollen an den Außengrenzen und neuen Zuständigkeitsmechanismen. Wer behauptet, jede gegenwärtige europäische Maßnahme diene zwangsläufig der Maximierung von Einwanderung, ignoriert damit reale Gegenentwicklungen.[14]
Und dennoch bleibt nach all diesen Einschränkungen ein Satz stehen, der weder verboten noch beschönigt werden sollte: Hooton entwarf 1943 eine Zukunft, in der Deutschlands Bevölkerungsstruktur durch dauerhafte Ansiedlung Nichtdeutscher und familiäre Vermischung verändert werden sollte; Deutschland des Jahres 2026 besitzt tatsächlich eine deutlich heterogenere Bevölkerungsstruktur, hervorgegangen aus jahrzehntelanger Migration, Flucht, europäischer Freizügigkeit, Familiengründung und Einbürgerung. Hootons entsprechende Vorstellungen sind historisch dokumentiert.[15]
Das ist eine Ergebnisähnlichkeit. Nicht mehr. Aber eben auch nicht nichts. Wer daraus einen geheimen Masterplan macht, verlässt die Belege. Wer schon den Vergleich verbieten möchte, verlässt die Debatte. Erwachsen wäre etwas Drittes: die Zahlen ansehen, die Geschichte kennen, Ursachen von Ergebnissen trennen und dann endlich offen darüber sprechen, welches Deutschland und welches Europa die Bürger in den kommenden Jahrzehnten eigentlich wollen.
Eine Gesellschaft darf wissen, wohin sie geht
Das eigentlich Erschreckende am Hooton-Vergleich ist nicht, dass man aus einem achtzig Jahre alten Zeitungsartikel einen geheimen Fahrplan für die Gegenwart basteln könnte. Das wäre zu einfach. Erschreckender ist die Selbstverständlichkeit, mit der eine der tiefgreifendsten Veränderungen Deutschlands seit Bestehen der Bundesrepublik stattfinden konnte, während die politische Sprache lange genug so tat, als handele es sich lediglich um Verwaltung, Humanität und ein paar vorübergehende Schwierigkeiten bei der Wohnungsvergabe. Migration besteht aber nicht aus Aktenzeichen. Sie verändert Städte, Schulen, Nachbarschaften, Arbeitsmärkte, Religionen, Familien und irgendwann auch die Vorstellung davon, was eine Gesellschaft unter sich selbst versteht.
Darin liegt keine Schuld der Menschen, die nach Deutschland kommen. Ein Syrer, Ukrainer, Rumäne oder Afghane ist kein Statist in einem historischen Experiment, sondern ein Mensch mit eigener Geschichte und eigenen Gründen. Gerade deshalb wäre es unanständig, Einwanderer zu Werkzeugen irgendeines angeblichen Plans zu erklären. Aber ebenso unanständig wäre es gegenüber den Bürgern eines Landes, ihnen einzureden, eine Veränderung dieser Größenordnung müsse weder begründet noch begrenzt noch demokratisch ausgehandelt werden.
Ein Staat darf helfen. Er darf Schutz gewähren. Er darf Arbeitskräfte anwerben. Aber ein Staat besitzt auch eine Verantwortung gegenüber denen, die bereits hier leben, Steuern zahlen, Schulen finanzieren, Wohnungen suchen und darauf vertrauen, dass politische Entscheidungen nicht erst erklärt werden, wenn ihre Folgen längst unumkehrbar geworden sind.
Hooton erinnert uns deshalb weniger an einen geheimen Plan als an etwas Grundsätzlicheres: Bevölkerungspolitik ist niemals eine Nebensache. Wer die Zusammensetzung eines Landes verändert, verändert auf lange Sicht das Land selbst.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Deutschland 2026 Hootons Plan erfüllt.
Sie lautet: Wer entscheidet eigentlich, wie Deutschland 2050 aussehen soll – und wann wurden die Bürger dazu gefragt?
Wenn aus Unbehagen Wut wird

Wer nach diesem Vergleich den Eindruck hat, dass zwischen politischen Entscheidungen, ihrer öffentlichen Darstellung und dem Alltag vieler Bürger inzwischen ein ziemlich breiter Graben liegt, wird in „Die Wut des kleinen Mannes“ einiges wiedererkennen.
Alfred-Walter von Staufen rechnet darin mit Politik, Medien und gesellschaftlichen Eliten ab, allerdings nicht mit dem ehrfürchtigen Abstand eines klassischen politischen Sachbuches. Das Buch benutzt Satire wie ein Skalpell. Es schneidet dort hinein, wo Worthülsen längst härter geworden sind als die Wirklichkeit, wo aus politischen Fehlern kommunikative Erfolge werden und wo der Bürger am Ende zwar alles bezahlen, aber möglichst wenig hinterfragen soll.
Von Staufen schreibt bissig, manchmal böse, oft sarkastisch und bewusst unbequem über eine politische Kultur, in der Empörung längst zur Ware geworden ist und Verantwortung erstaunlich häufig genau dort verschwindet, wo sie eigentlich beginnen müsste. Das Buch behauptet nicht, für jedes Problem eine einfache Lösung zu besitzen. Es weigert sich lediglich, komplizierte Probleme mit einfachen PR-Sätzen zuzudecken.
„Die Wut des kleinen Mannes“ ist kein politisches Sachbuch im klassischen Sinne. Es ist ein satirisches Manifest für jene, die genug haben vom Dauerlächeln vor Kameras, von perfekt vorbereiteten Sprechzetteln und von einer Öffentlichkeit, in der schon eine unangenehme Frage manchmal behandelt wird wie ein gesellschaftlicher Betriebsunfall.
Mutig verlegt von Sören Fahr, nachdem andere Verlage diesen Stoff offenbar lieber mit sehr langen Fingern angefasst hätten.
Vielleicht braucht eine echte Demokratie gelegentlich gerade jene Bücher, die beim Lesen ein wenig wehtun, denn manchmal beginnt Erkenntnis nicht mit Zustimmung.
Manchmal beginnt sie mit Widerspruch.
Bitte werden oder bleiben Sie gesund, denn das ist das höchste Gut, was wir haben.
Herzlichst
Ihr Alfred-Walter von Staufen
P.S.: Seit 2020 veröffentlichen wir bei den Freunden der Erkenntnis unsere Artikel, Essays, Analysen und gelegentlich auch eine Portion Satire vollständig kostenfrei. Unser Anspruch ist dabei so einfach wie unbequem: genauer hinsehen, Fragen stellen, Widersprüche sichtbar machen und den Mächtigen dort die Maske abnehmen, wo öffentliche Inszenierung und Wirklichkeit nicht mehr recht zusammenpassen wollen. Finanziert wird dieses unabhängige Projekt vom Buchverlag edition leseReich, damit unsere Inhalte auch künftig frei zugänglich bleiben können. Gleichzeitig möchten wir unser Themenspektrum weiter ausbauen und Raum für Texte schaffen, die anderswo vielleicht keinen Platz mehr finden. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt und Sie unabhängige Publizistik mit Haltung erhalten möchten, freuen wir uns über Ihre Unterstützung. Denn wirkliche Unabhängigkeit lebt nicht von großen Apparaten, sondern von Menschen, die ihren Wert erkennen.
- Alfred-Walter von Staufen (KI generiert)
Quellen:
[1] Originaltext: Earnest A. Hooton, Breed War Strain Out of Germans, 4. Januar 1943: http://pombo.free.fr/hooton1943.pdf; wissenschaftliche Einordnung: Eugene Giles, Two faces of Earnest A. Hooton: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23076593/)
[2] Hooton, Originaltext: http://pombo.free.fr/hooton1943.pdf; Giles 2012: https://doi.org/10.1002/ajpa.22162
[3] Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2016/08/PD16_295_12411.html
[4] Statistisches Bundesamt, Ausländerstatistik zum 31.12.2025: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migration-Integration/auslaenderstatistik-stichtag.html
[5] Statistisches Bundesamt, 13. April 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_128_125.html
[6] Statistisches Bundesamt, 22. Mai 2025: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_181_125.html
[7] Eurostat, Asylum applications – annual statistics: https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Asylum_applications_-_annual_statistics; Eurostat, 27% drop in first-time asylum applications in 2025, 25.03.2026: https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/w/ddn-20260325-2
[8] Eurostat, Temporary protection for 4.38 million, 10.07.2026: https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/w/ddn-20260710-1; Eurostat, Asylum applications – annual statistics: https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Asylum_applications_-_annual_statistics; Hooton, Breed War Strain Out of Germans, 1943, bibliografisch dokumentiert auch bei der Deutschen Nationalbibliothek: https://portal.dnb.de/opac/showLastRecord?currentPosition=0¤tResultId=auRef%3D124609244%26any
[9] Statistisches Bundesamt, Gut jede vierte Person in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte, 22.05.2025: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_181_125.html
[10] Statistisches Bundesamt, Eheschließungen zwischen Deutschen und Ausländern: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Eheschliessungen-Ehescheidungen-Lebenspartnerschaften/Tabellen/eheschliessungen-deutsch-auslaender.html
[11] Statistisches Bundesamt, „332 500 Einbürgerungen im Jahr 2025“, 03.06.2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/06/PD26_186_125.html; Statistisches Bundesamt, „291 955 Einbürgerungen im Jahr 2024“, 10.06.2025: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/06/PD25_204_125.html
[12] Statistisches Bundesamt, „21,8 Millionen Menschen in Deutschland mit Einwanderungsgeschichte im Jahr 2025“, 13.04.2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_128_125.html
[13] Bundesregierung, „Sicheres Zusammenleben, geordnete Migration“, 28.05.2026: https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/schwerpunkt-innere-sicherheit-2342568; Bundesregierung, „Neuregelungen in der Migrationspolitik“, 22.06.2026: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neuregelungen-migrationspolitik-2351746
[14] Bundesregierung, „Deutschland setzt Gemeinsames Europäisches Asylsystem um“, 12.06.2026: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/migration-geas-2382758
[15] Earnest A. Hooton, Breed War Strain Out of Germans, 1943; zeitgenössische Debatte über Hootons Vorstellungen bereits 1942 im Harvard Crimson: https://www.thecrimson.com/article/1942/4/17/sorokin-opposes-hootons-plan-of-dispersing/















