Von Alfred-Walter von Staufen

SuperOne – Die alte Masche in neuem Gewand

Anmerkung: Seit mehr als 35 Jahren kämpfe ich ehrlich für Gerechtigkeit und gegen Abzocke und Betrug, und ich habe Dinge gesehen, die sich wiederholen wie ein schlechter Witz, nur dass am Ende niemand lacht, außer denen, die oben sitzen und zählen; ich ging gegen Kaffeefahrten mit der Heizdecken-Abzocke vor, ich habe erlebt, wie ältere Menschen mit glänzenden Augen ihr letztes Geld aus der Tasche zogen, weil ihnen jemand Wärme versprach und ihnen stattdessen Schulden verkaufte, und ich habe mich auch mit Systemen (u.a. „TITAN“) angelegt, die sich selbst als Chance verkauften, obwohl sie nichts anderes waren als Umverteilung nach oben, und ja, ich habe mich sogar schon mit der albanischen Mafia angelegt, aber das ist eine andere Geschichte; und genau um so ein System geht es heute wieder, nur moderner, digitaler, schneller, und doch erschreckend vertraut – ein Spiel, bei dem immer die Oberen gewinnen.

Ich habe mich in den vergangenen 6 Jahren bereits mehrfach in meinen Artikeln mit Friedemann „Mäckle“ Mack auseinandergesetzt, nicht aus persönlicher Motivation, sondern weil mich die Wirkung seiner Erzählweise beschäftigt. Was mich dabei immer wieder irritiert, ist weniger der Inhalt im Detail als die Art, wie er vermittelt wird: große Versprechen, starke Bilder, fast schon märchenhafte Szenarien von Freiheit und nun auch finanziellem Aufstieg, die viele Menschen in ihren Bann ziehen. Es ist diese Mischung aus Hoffnung, Dringlichkeit und scheinbarer Einfachheit, die in meinen Augen dazu führt, dass sich manche regelrecht „verzaubert“ fühlen – und genau deshalb halte ich es für notwendig, diese Mechanismen offen zu benennen und kritisch einzuordnen. (Lesen Sie dazu bitte auch: „MÄCKLES AUFWACHPROGRAMM: Herr der Diktatur, Stasi-Zersetzungs-Taktik und MK Ultra, DIE VERRÄTER – VERTRAUE NIEMANDEM!“: Wenn eine Show die Realität zeigt und Von Drohnen, Raketen und Telegram-Tornados: Die neue Kunst der Wahrheitsverdrehung)

 

Friedemann „Mäckle“ Mack und das Schneeballsystem-Prinzip „SuperOne“

Es ist nie der erste Blick, der entscheidet, sondern der zweite, und manchmal auch der dritte, denn Systeme, die sich über Empfehlungen verbreiten, wirken zunächst harmlos, fast freundlich, beinahe wie eine Einladung zu etwas, das man ohnehin längst vermisst hat: Zugehörigkeit, Aufstieg, vielleicht sogar ein wenig Erlösung vom täglichen Druck, und genau hier beginnt das eigentliche Problem, denn wenn jemand öffentlich davon spricht, dass es sich um eine „vielleicht einmalige Chance im Markt“ handelt (1), dann ist das kein nüchterner Satz, sondern ein emotionales Versprechen, das sich direkt an die Hoffnung richtet und nicht an den Verstand.

Ich habe mir diese Kommunikation angesehen, ruhig, ohne Vorurteil, und was sofort auffällt, ist nicht der Inhalt im engeren Sinne, sondern die Struktur dahinter, die Mechanik, die sich zwischen den Zeilen entfaltet, denn es geht nicht um ein Produkt, nicht um eine Dienstleistung, nicht um einen klar definierten Wert, sondern um Bewegung, um Wachstum, um Einstieg, um Anschluss, und das sind genau die Begriffe, die in klassischen Schneeballsystemen immer wieder auftauchen, nur heute eben verpackt in moderne Begriffe wie „Call“, „Meeting“ und „Sponsor-Rotator“.

Der sogenannte Sponsor-Rotator, der hier aktiv beworben wird (2), ist dabei besonders interessant, weil er ein Prinzip sichtbar macht, das man aus alten Systemen kennt, nur digitalisiert: neue Teilnehmer werden automatisch bestehenden Strukturen zugeordnet, wodurch eine Art künstlicher Verteilungseffekt entsteht, der den Eindruck von Dynamik und Fairness vermittelt, obwohl er in Wirklichkeit vor allem eines tut – er sorgt dafür, dass die, die bereits im System sind, weiter profitieren.

Das Entscheidende ist nicht, ob jemand bewusst täuscht oder nicht, das kann und will ich hier nicht behaupten, sondern ob ein System so aufgebaut ist, dass es dauerhaft funktioniert oder ob es zwangsläufig darauf angewiesen ist, dass immer neue Teilnehmer nachrücken, und genau hier beginnt die kritische Betrachtung, denn Systeme, die sich primär über Rekrutierung und nicht über reale Wertschöpfung tragen, tragen immer das Risiko in sich, dass sie irgendwann kollabieren, sobald der Zustrom neuer Teilnehmer nachlässt (3).

Und genau dieser Punkt ist entscheidend, denn wenn der Fokus nicht auf einem klaren Produkt liegt, sondern auf dem Einstieg selbst, auf der Teilnahme, auf dem „Dabeisein“, dann verschiebt sich die gesamte Logik eines Geschäftsmodells, weg von Leistung hin zu Struktur, und das ist der Moment, in dem man sehr genau hinschauen muss.

Was mich dabei besonders nachdenklich macht, ist die Sprache, die verwendet wird, diese Mischung aus Vertraulichkeit und Dringlichkeit, aus Gemeinschaft und Tempo, denn wenn von „Vollgas auf das große Meeting“ gesprochen wird (4), dann entsteht ein Druck, der nichts mit rationaler Entscheidung zu tun hat, sondern mit Gruppendynamik, mit dem Gefühl, etwas zu verpassen, wenn man nicht schnell genug handelt.

Ich habe das in den 90er Jahren gesehen, bei Strukturvertrieben, bei dubiosen Beteiligungsmodellen, bei immer neuen „Systemen“, die alle eines gemeinsam hatten: sie funktionierten so lange, wie genug neue Menschen glaubten, dass sie funktionieren.

Und genau deshalb lohnt es sich, hier nicht auf die Oberfläche zu schauen, sondern auf die Mechanik darunter, denn die hat sich in all den Jahren kaum verändert, sie hat nur neue Namen bekommen.

 

Die Mechanik hinter dem Versprechen

Man erkennt ein System nicht an dem, was es verspricht, sondern an dem, was es voraussetzt, und genau hier wird es interessant, denn wenn ein Modell nur dann funktioniert, wenn ständig neue Teilnehmer hinzukommen, dann ist das kein Detail, sondern der Kern der Sache, und dieser Kern ist erstaunlich stabil geblieben über Jahrzehnte hinweg, egal ob es sich um Heizdecken, Telefonverträge, Fondsmodelle oder digitale Plattformen handelt.

Was sich verändert hat, ist die Verpackung, nicht die Struktur.

Wenn heute über Calls, Meetings und Rotatoren gesprochen wird, dann klingt das modern, dynamisch, fast professionell, doch die dahinterliegende Logik ist alt, und sie lässt sich erstaunlich einfach beschreiben, wenn man sie einmal nüchtern betrachtet: Einnahmen entstehen nicht primär durch ein Produkt, sondern durch den Zustrom neuer Teilnehmer, und genau dieses Prinzip wird von Behörden seit Jahren klar benannt und eingeordnet, denn die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht weist ausdrücklich darauf hin, dass Schneeballsysteme typischerweise dadurch gekennzeichnet sind, dass Auszahlungen an frühere Teilnehmer aus den Einzahlungen neuer Teilnehmer finanziert werden (5).

Und genau an dieser Stelle wird die Sache nicht mehr zur Meinung, sondern zur Strukturfrage.

Denn wenn ein System ohne ständiges Wachstum nicht stabil bleibt, dann ist es nicht nachhaltig, sondern abhängig, und Abhängigkeit ist in wirtschaftlichen Modellen selten ein gutes Zeichen.

Auch die Verbraucherzentralen warnen seit Jahren sehr deutlich vor solchen Konstruktionen, und sie beschreiben die Muster erstaunlich präzise: hohe Versprechen, geringe Transparenz, starke Betonung von Empfehlungen und Netzwerkaufbau, gepaart mit emotionaler Ansprache und Zeitdruck (6).

Wenn man diese Kriterien einmal ruhig nebeneinanderlegt und sie nicht mit Empörung, sondern mit analytischer Distanz betrachtet, dann ergibt sich ein Bild, das man nicht mehr so leicht ignorieren kann.

Denn es geht nicht darum, einzelne Personen zu bewerten, sondern darum, ob ein System strukturell Eigenschaften aufweist, die immer wieder zu denselben Ergebnissen führen.

Und diese Ergebnisse sind bekannt.

Am Anfang stehen einige wenige, die früh einsteigen und profitieren, dann wächst das System, es entsteht Dynamik, Erfolgsgeschichten werden erzählt, reale oder zumindest glaubhafte Beispiele werden gezeigt, und das ist wichtig, denn sie schaffen Vertrauen, sie geben dem Ganzen ein Gesicht, sie machen es greifbar.

Doch dieses Wachstum hat eine mathematische Grenze.

Denn jedes System, das exponentiell wächst, stößt irgendwann an die Realität, an die begrenzte Anzahl von Menschen, die teilnehmen können oder wollen, und genau dann kippt das System, nicht weil jemand plötzlich etwas falsch macht, sondern weil es gar nicht anders kann (7).

Und genau dieser Punkt wird in der Kommunikation fast nie thematisiert.

Stattdessen wird der Fokus auf den Einstieg gelegt, auf die Chance, auf das Momentum, auf das „Jetzt oder nie“, und das ist verständlich, denn ein System, das auf Wachstum angewiesen ist, muss Wachstum erzeugen, und Wachstum entsteht nicht durch Skepsis, sondern durch Überzeugung.

Was mich dabei immer wieder erstaunt, ist, wie konstant die psychologischen Mechanismen sind, die hier wirken, denn sie sind weder neu noch besonders komplex, sie sind schlicht menschlich.

Menschen vertrauen Menschen.

Menschen folgen Empfehlungen.

Menschen reagieren auf Knappheit und Zeitdruck.

Und wenn all das zusammenkommt, entsteht eine Dynamik, die sich nur schwer bremsen lässt.

Gerade der Hinweis, man solle sich über einen „Sponsor-Rotator“ direkt mit einem Partner verbinden, der „alle Infos zusendet“ (8), zeigt sehr deutlich, dass hier nicht ein Produkt im Mittelpunkt steht, sondern der Zugang zum System selbst, und das ist ein entscheidender Unterschied.

Denn bei klassischen Geschäftsmodellen steht am Anfang die Leistung und am Ende der Kunde.

Hier steht am Anfang der Teilnehmer und am Ende der nächste Teilnehmer.

Und genau das ist der Punkt, an dem man innehalten sollte.

Nicht aus Angst, nicht aus Misstrauen, sondern aus Vernunft.

Denn die Frage ist nicht, ob man kurzfristig profitieren kann, das ist oft sogar möglich, sondern ob das System als Ganzes tragfähig ist, und genau hier geben die Warnungen von Aufsichtsbehörden und Verbraucherschützern eine klare Richtung vor.

Sie warnen nicht, weil sie Innovation verhindern wollen, sondern weil sie Muster erkennen, die sich immer wieder wiederholen, und weil sie wissen, wer am Ende den Preis zahlt.

Es sind nicht die ersten.

Es sind die letzten.

 

Die unsichtbaren Ebenen und der Preis der letzten Reihe

Wer sich lange genug mit solchen Konstruktionen beschäftigt, der lernt irgendwann, dass die sichtbar handelnden Personen oft nicht das eigentliche Zentrum sind, sondern eher die Oberfläche eines Systems, das im Hintergrund andere Ebenen kennt, leiser, strukturierter, strategischer, und genau dieser Blick auf die Hintermänner ist es, der die Perspektive verschiebt, weg vom Einzelfall hin zum Muster.

Denn die entscheidende Frage ist nicht, wer ein Interview gibt oder einen Call organisiert, sondern wer von der Struktur profitiert, wenn sie wächst, und wer geschützt ist, wenn sie fällt.

Und hier beginnt ein Bereich, der selten offen diskutiert wird, weil er schwer greifbar ist und sich nicht in einfachen Bildern darstellen lässt.

Es geht um Netzwerke, um Verbindungen, um Plattformen, die nicht nur einzelne Systeme tragen, sondern gleich mehrere, die sich gegenseitig stützen oder zumindest voneinander lernen, und das ist kein Geheimnis, sondern ein bekanntes Phänomen, das auch von Ermittlungsbehörden (EUROPOL!!!) beschrieben wird, wenn sie von internationalen Betrugsstrukturen sprechen, die sich über Ländergrenzen hinweg organisieren und flexibel auf neue Gelegenheiten reagieren (9).

Dabei geht es nicht immer um klassische Kriminalität im engeren Sinne, sondern oft um Graubereiche, um Konstruktionen, die formal zulässig erscheinen, aber faktisch auf Mechanismen setzen, die immer wieder zu denselben Ergebnissen führen: Umverteilung nach oben, Risiko nach unten.

Und genau hier liegt der entscheidende Punkt, der häufig übersehen wird.

Denn während vorne von Chancen gesprochen wird, von Wachstum, von Gemeinschaft, entsteht im Hintergrund eine Struktur, die sich stabilisiert, je mehr Menschen teilnehmen, und diese Stabilisierung wirkt nach oben, nicht nach unten.

Die oberen Ebenen eines solchen Systems haben in der Regel mehrere Einnahmequellen, sie profitieren von Volumen, von Struktur, von Position, und sie sind weniger abhängig von einzelnen Teilnehmern, während die unteren Ebenen genau das Gegenteil erleben: sie tragen das Risiko, sie müssen aktiv werden, sie müssen neue Teilnehmer gewinnen, sie sind es, die den Druck spüren.

Und genau das ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob ein System fair ist oder nicht.

Ein faires System verteilt Chancen und Risiken ausgewogen.

Ein unausgewogenes System konzentriert die Gewinne und verteilt die Verluste.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass diese Unausgewogenheit nicht sofort sichtbar ist, sie zeigt sich erst im Verlauf, wenn das Wachstum nachlässt, wenn die Dynamik abflacht, wenn plötzlich nicht mehr genug neue Teilnehmer nachrücken, und genau dann beginnt die Phase, die man aus vielen Fällen kennt, auch aus den Berichten von Verbraucherschützern und Aufsichtsbehörden: Einbrüche, Ausfälle, Enttäuschung, und oft auch Streit (10).

Was mich dabei besonders beschäftigt, ist nicht nur die wirtschaftliche Seite, sondern die menschliche, denn hinter jedem dieser Systeme stehen Menschen, die hoffen, die vertrauen, die vielleicht glauben, endlich einen Weg gefunden zu haben, sich etwas aufzubauen, und genau diese Hoffnung ist es, die solche Systeme überhaupt erst möglich macht.

Ich habe das oft gesehen, zu oft vielleicht, und es ist jedes Mal dasselbe Muster: Am Anfang stehen Begeisterung und Aufbruch, dann folgt eine Phase der Bestätigung, in der alles zu funktionieren scheint, und schließlich kommt der Moment der Ernüchterung, der selten laut ist, sondern eher still, leise, manchmal fast beschämt.

Und genau deshalb ist es so wichtig, nicht nur auf die Versprechen zu schauen, sondern auf die Struktur dahinter, auf die Frage, wer tatsächlich Wert schafft und wer lediglich Teil einer Bewegung ist, die sich selbst trägt, solange sie wächst.

Wenn man sich die bekannten Kriterien anschaut, die von Behörden genannt werden – Abhängigkeit von neuen Teilnehmern, fehlende reale Wertschöpfung, starke Betonung von Rekrutierung – dann entsteht ein Bild, das zumindest Fragen aufwirft, die man nicht ignorieren sollte (11).

Und genau darum geht es letztlich.

Nicht um Verurteilung, nicht um schnelle Urteile, sondern um Klarheit.

Um die Fähigkeit, hinter die Oberfläche zu schauen.

Um die Bereitschaft, sich nicht von Versprechen leiten zu lassen, sondern von Struktur.

 

Es ist keine neue Geschichte, was wir hier sehen, sondern eine alte, die nur immer wieder neu erzählt wird, mit anderen Namen, anderen Plattformen, anderen Begriffen, und doch bleibt der Kern gleich: Menschen suchen Chancen, und andere bauen Systeme, die genau diese Suche nutzen.

Das Problem ist nicht, dass Menschen hoffen.

Das Problem ist, wenn Hoffnung zur Grundlage eines Geschäftsmodells wird.

Denn dann verschiebt sich etwas, leise, fast unbemerkt, und plötzlich ist nicht mehr das Produkt entscheidend, nicht mehr die Leistung, nicht mehr der reale Nutzen, sondern die Bewegung selbst, das Wachstum, der Zustrom, und genau das ist der Punkt, an dem man wachsam sein muss.

Nicht aus Misstrauen gegenüber einzelnen Personen, sondern aus Verantwortung sich selbst gegenüber.

Wer einsteigt, sollte verstehen, worin er einsteigt.

Wer investiert, sollte wissen, wovon er abhängig ist.

Und wer empfiehlt, sollte sich bewusst sein, dass er nicht nur eine Chance weitergibt, sondern auch ein Risiko.

Ich habe in all den Jahren gelernt, dass es selten die großen, offensichtlichen Betrügereien sind, die den größten Schaden anrichten, sondern die Systeme, die plausibel wirken, die nachvollziehbar erscheinen, die gerade genug Realität enthalten, um glaubwürdig zu sein.

Und genau deshalb lohnt es sich, innezuhalten.

Zu prüfen.

Zu hinterfragen.

Nicht alles, was wächst, ist gesund.

Nicht alles, was viele überzeugt, ist richtig.

Und nicht alles, was nach Gemeinschaft klingt, ist auch eine.

 

Bitte werden oder bleiben Sie gesund, denn das ist das höchste Gut was wir haben.

Herzlichst
Ihr Alfred-Walter von Staufen

 

PS.: Es ist absehbar, dass ein Text wie dieser nicht nur Zustimmung hervorruft, sondern auch Widerspruch, Kritik und mitunter unschöne Reaktionen, wie sie im digitalen Raum inzwischen fast schon zum Alltag gehören; und ebenso erwartbar ist, dass diejenigen, die sich angesprochen fühlen, die Deutung drehen werden, dass Aussagen relativiert, aus dem Zusammenhang gezogen oder als bloße Meinung abgetan werden – und natürlich gehört auch der Vorwurf dazu, man sei getrieben von Neid, Unverständnis oder irgendwelchen dunklen Motiven, die mit der Sache selbst nichts zu tun haben. Doch jenseits dieser Reflexe bleibt eine einfache, fast banale Frage bestehen, die sich nicht wegdiskutieren lässt: Was passiert, wenn all die großen Versprechen, die mit so viel Überzeugung vorgetragen werden, am Ende nicht eintreten? Wenn die angekündigten Umbrüche ausbleiben, wenn das oft beschworene „goldene Zeitalter“ nicht kommt, wenn die Realität sich wieder einmal als widerständiger erweist als jede Vision? Diese Frage richtet sich nicht gegen einzelne Menschen, sondern an die Struktur der Versprechen selbst – und sie bleibt bestehen, auch dann, wenn der Lärm längst verklungen ist!


Abbildung:

  • Alfred-Walter von Staufen

Quellen:

(1)          https://t.me/maeklegutelaune/19140
(2)          https://get-sponsor.die-freiheitsmacher.de/
(3)      https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Finanzwissen/WA/Schneeballsysteme/schneeballsysteme_node.html
(4)          https://t.me/maeklegutelaune/19140
(5)      https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Finanzwissen/WA/Schneeballsysteme/schneeballsysteme_node.html
(6)          https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/vorsicht-schneeballsystem-so-erkennen-sie-dubiose-angebote-12763
(7)          https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem
(8)          https://get-sponsor.die-freiheitsmacher.de/
(9)          https://www.europol.europa.eu/crime-areas-and-statistics/crime-areas/economic-crime
(10)       https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/vorsicht-schneeballsystem-so-erkennen-sie-dubiose-angebote-12763
(11)      https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Finanzwissen/WA/Schneeballsysteme/schneeballsysteme_node.html

Autor

  • Porträt von Alfred-Walter von Staufen, Autor und Essayist bei Freunde der Erkenntnis

    Alfred-Walter von Staufen, geboren 1969 in der DDR, begann als Wasserwerker und Industriemeister – in einer Welt, in der Systeme funktionieren müssen, nicht diskutiert werden. Nach Jahren in Industrie und Maschinenprogrammierung verlagerte eine schwere Erkrankung seine Arbeit ins Digitale und schließlich ins Analytische.

    Seit 2003 erforscht er politische Narrative, Machtstrukturen und Verwaltungsrealitäten. Seine Essays verbinden handwerklichen Systemblick mit publizistischer Präzision – stets mit der Frage, wie Denken gelenkt wird und wo Systeme sich selbst im Weg stehen.

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