
Von Wurstenden und Nationalhymnen – Wie wir Probleme lösen, indem wir Flaggen wechseln
Wer soll das bezahlen? – Bodo und die teure Suche nach Identität
Deutschland, Anfang des 21. Jahrhunderts: Inflation, Energiekrise, eine Bahn, die zuverlässig nur beim Verspäten ist, Schulen, die aussehen, als wären sie Teil einer archäologischen Ausgrabung – und was beschäftigt den Ministerpräsidenten von Thüringen? Genau: die Frage, ob unsere Nationalhymne vielleicht mal einen Tapetenwechsel bräuchte. Dazu noch eine neue Flagge. Schließlich kann man mit maroden Autobahnbrücken schlecht Selfies machen, aber mit einem Einhorn auf Regenbogenhintergrund? Das knallt auf Instagram!
Bodo Ramelow, der Mann, der politisch irgendwo zwischen Kaffeekränzchen und Gewerkschaftschor dirigiert, hat also eine Vision: Deutschland soll sich neu erfinden. Nicht etwa durch funktionierende Bürokratie oder weniger Steuerverschwendung – nein, durch eine neue Hymne. Am besten in einfacher Sprache. „Da da da“ vielleicht, oder „Turaluralu, ich mach Bubu, was machst du?“ – das ist wenigstens inklusiv, melodisch und garantiert ohne koloniale Untertöne.
Und weil’s noch nicht reicht, gibt’s gleich eine neue Flagge dazu. Schwarz-Rot-Gold? Viel zu langweilig. Wie wäre es mit Regenbogen, Einhorn, Glitzer – und in der Mitte ein QR-Code, der direkt zum Antrag fürs Bürgergeld führt? Oder gleich eine Netflix-Flagge, mit automatischem Update alle zwei Jahre, passend zur aktuellen Moral-Mode.
Das ist kein Witz, das ist Deutschland. Ein Land, das sich an Nebenschauplätzen abarbeitet wie ein Kleinkind mit Malkasten, während draußen das Haus abbrennt. Man könnte meinen, wir haben keine echten Probleme. Oder man könnte zu dem Schluss kommen: genau deswegen reden wir über Hymnen und Flaggen. Weil es einfacher ist, die Melodie zu wechseln, als die Politik.
Ein Kommentar zwischen Spott und Textalternativen von Alfred-Walter von Staufen
Hymne & Flagge als Ersatzhandlung für echte Politik.
Es ist schon bemerkenswert, wie man in Deutschland Probleme löst: Man benennt sie einfach um oder übermalt sie mit Symbolen. Die Brücke bröckelt? Ein Schild „Brücke 2.0 – nachhaltige Infrastruktur“. Die Schule stürzt ein? Dann heißt sie „Innovationscampus“. Und wenn das Land in allen Rankings abrutscht, bastelt man eben an Hymne und Flagge herum. Voilà – schon sieht alles aus wie neu. Ein politischer Trick, der irgendwo zwischen Kindergartenpädagogik und Satirepreis pendelt.
Bodo Ramelow, Thüringens Ministerpräsident, wäre also der Mann, der Deutschland eine neue Identität schenkt. Man darf sich das ruhig bildlich vorstellen: Während die Baggerfahrer noch die Schlaglöcher auf der A4 zählen, sitzt Ramelow im Plenarsaal und summt „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“. Eine neue Hymne, meint er, könnte die Gesellschaft zusammenführen. Wie schön. Dasselbe dachte man vermutlich auch bei der letzten Steuererhöhung.
Natürlich, die Idee ist nicht neu. Schon immer haben Regime, Systeme und Regierungen geglaubt, mit Fahnen und Hymnen den Volksgeist heraufbeschwören zu können. Kaiserreich: „Heil dir im Siegerkranz“. Weimarer Republik: „Das Lied der Deutschen“. Drittes Reich: „Horst-Wessel-Lied“. DDR: „Auferstanden aus Ruinen“. BRD: wieder das „Lied der Deutschen“, allerdings vorsichtig nur mit der dritten Strophe. Deutschland hat schon öfter die Lieder gewechselt als ein Teenager seine Spotify-Playlist. Das Ergebnis war selten eine stabile Gesellschaft, aber immer ein hübscher Streit darüber, was man jetzt singen darf, ohne schief angeschaut zu werden.
Nun könnte man denken: Gut, es ist ein Vorschlag. Aber Ramelow träumt das laut. Und wer laut träumt, darf sich nicht wundern, wenn das Volk zurücklacht. Was sollen wir singen, Herr Ministerpräsident? „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ – als Allegorie auf Steuergeld? „Wer soll das bezahlen?“ – als Hymne der deutschen Haushaltspolitik? Oder doch gleich „Layla“ – schließlich schafft es kein anderes Lied, binnen einer Woche mehr Menschen zum Mitsingen zu bringen als jeder Regierungssprecher im ganzen Jahr.
Die Ironie: Eine neue Hymne müsste heute sowieso eine Checkliste bestehen, die länger ist als jede EU-Verordnung. Gendergerecht, divers, klimaneutral, barrierefrei, triggerwarnungsgeprüft, kolonialismusbefreit und am besten in Leichter Sprache. Drei Strophen mit je 140 Zeichen, damit es auch als Tweet funktioniert. Und natürlich eine Version auf Arabisch, Türkisch und Ukrainisch, weil Integration. Inklusive Emojis, versteht sich: 🎶🇩🇪🦄🌈.
Und die Flagge? Ach ja, die Flagge. Schwarz-Rot-Gold – langweilig. Viel zu wenig Instagrammability. Wir leben schließlich in Zeiten, in denen alles ein Logo braucht. Warum nicht eine Deutschland-Flagge mit Einhorn, Glitzer und Regenbogen? Vielleicht auch mit einem stilisierten Lastenfahrrad, einem Windrad und einer Wärmepumpe in der Mitte. Darunter der Schriftzug: „Gefördert vom Bundesministerium für Symbolpolitik“.
Die wirtschaftliche Dimension: Stellen wir uns den Spaß doch mal durchgerechnet vor. Neue Flaggen für alle Schulen, Rathäuser, Polizeistationen, Kasernen, Botschaften. Ein Heer von Beamten muss Formulare anpassen, Fahnenmasten neu beflaggen, Anleitungen aktualisieren. Kosten: einige Milliarden Euro. Aber hey – wenn wir schon kein Geld für Brücken oder Kitas haben, warum nicht in Stoff investieren? Vielleicht kann man die Flagge gleich so bedrucken, dass sie als Wärmedecke taugt, wenn das Gas wieder knapp wird.
Die Hymne wird nicht günstiger. Neue Notenblätter, neue Arrangements, neue Tonaufnahmen, neue Unterrichtsmaterialien. Musiker werden Kommissionen gründen, die monatelang darüber diskutieren, ob „Da da da“ ein C-Dur oder ein F-Dur braucht. Und am Ende wird’s eh wieder eine Melodie, die keiner mitsingen kann, weil sie in der Tonlage für Soprane geschrieben ist.
Aber man muss auch das Positive sehen: Endlich eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Komponisten, die seit Jahren von KI und Spotify an die Wand gedrückt werden. Endlich ein Großauftrag für Textildruckereien, die bisher nur Festivalfahnen und Junggesellenabschied-T-Shirts bedrucken durften. Und endlich mal wieder ein Stoffwechsel, der der Politik nicht schadet, sondern nützt.
Doch hinter dem Sarkasmus steckt eine bittere Wahrheit: Wenn Politiker über Flaggen und Hymnen reden, reden sie nicht über das, was wirklich wichtig ist. Symbolpolitik ist der Placebo der Demokratie. Man gibt dem Volk ein neues Lied – und hofft, dass es dabei vergisst, dass die Züge nicht fahren, die Pflegekräfte weglaufen, die Beamtenstellen nicht besetzt sind. Es ist der Versuch, Realität zu übertönen. Ein Pfeifen im dunklen Wald, aber mit Orchesterbegleitung.
Deutschland 2025: Wir haben mehr Schulden als je zuvor, mehr Baustellen als Ingenieure, mehr Probleme als Lösungen. Aber wenigstens könnten wir beim nächsten Fußballturnier alle gemeinsam „Turaluralu“ grölen. Nationaler Zusammenhalt durch infantile Lautmalerei – wenn das nicht der Gipfel der Staatskunst ist.
Manchmal frage ich mich: Meint Ramelow das ernst, oder hat er einfach nur Langeweile? Vielleicht ist es die ostdeutsche Variante von Harald Schmidt: Man wirft einen absurden Vorschlag in den Raum, lehnt sich zurück und schaut, wer alles drauf anspringt. Wenn es Satire ist, ist es genial. Wenn es ernst ist, ist es tragisch. Aber in Deutschland verschwimmen diese Kategorien ohnehin längst. Unsere Politik ist die einzige Kabarettbühne, auf der keiner merkt, dass er auftritt.
Und so werden wir weiter diskutieren: Soll die Hymne nun „Da da da“ oder „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ heißen? Soll die Flagge mit oder ohne Einhorn sein? Und währenddessen steigt die Kinderarmut, bröckelt die Infrastruktur, explodieren die Preise. Aber immerhin haben wir was zum Streiten.
Man stelle sich kurz vor, wie es wäre, wenn Bodo Ramelows Vorschlag Realität würde: Deutschland bekommt eine neue Hymne, dazu eine neue Flagge. Alle Medien rasten aus, Sondersendungen laufen, „Maischberger“ und „Lanz“ diskutieren darüber, ob Einhörner als Wappentiere ernstzunehmen sind. Und während Millionen Bürger gebannt auf die Leinwand starren, ob nun ein Glitzerpony oder doch ein genderneutraler Wattwurm das neue nationale Symbol wird, fällt keinem auf, dass schon wieder Milliarden im Bundeshaushalt verschwunden sind. Symbolpolitik als perfekte Ablenkung.
Das ist die eigentliche Genialität solcher Vorschläge: Sie lenken den Blick weg von dem, was weh tut. Kein Mensch debattiert bei „Anne Will“ über den Lehrermangel, wenn er gerade entscheiden darf, ob „Wer soll das bezahlen“ die neue Nationalhymne wird. Und wenn es dann doch um Bildung geht, dann höchstens darum, wie die neue Flagge in den Biologieunterricht integriert werden kann: „Heute malen wir das Einhorn – nachhaltig, mit Recycling-Wachsmalstiften!“
Historische Wiederholungstäter
Wir Deutschen haben es ja mit Flaggen und Hymnen. Kein anderes Land hat seine Symbole so oft gewechselt wie wir. Die USA haben seit 1814 „The Star-Spangled Banner“ – das ist länger als die durchschnittliche Haltbarkeit einer deutschen Regierungserklärung. Frankreich hält seit 1795 an der „Marseillaise“ fest. Italien singt seit der Einheit 1861 denselben Marsch. Nur Deutschland hat es geschafft, innerhalb von hundert Jahren viermal Hymne und fünfmal Flagge zu tauschen. Man könnte fast sagen: Unsere nationale Identität ist ein Second-Hand-Laden.
Und jetzt also wieder: Ramelow, der Mann mit dem Herz für neue Stoffmuster. Vielleicht sollten wir ihm einen eigenen Etsy-Shop einrichten: „Bodos Flaggenstube – Symbole für jede Lebenslage“. Für die nächste Koalition dann gleich in den Farben Grün, Gelb und Rosa. Gratis dazu: eine Playlist mit 20 Alternativhymnen zwischen Rammstein und Helene Fischer.
Hymne 2.0 – die Playlist der Nation
Eine moderne Hymne müsste heutigen Standards entsprechen. Sie dürfte nicht länger als 30 Sekunden sein, weil sonst niemand mehr zuhört. Sie müsste einprägsam sein, am besten mit Refrain, damit man ihn in Fußballstadien grölen kann. Und sie bräuchte einen Beat, der auch auf TikTok funktioniert. Also am besten gleich eine Kooperation mit DJ Robin und Schürze: „Layla“ als Staatsakt. Immerhin: Die Hälfte der Nation kennt den Text schon, und wer ihn nicht kennt, kann trotzdem „Oh oh oh oh oh“ mitsingen.
Noch besser wäre eine Hymne in einfacher Sprache. Keine komplizierten Metaphern, keine schwer verständlichen Worte. Statt „Einigkeit und Recht und Freiheit“ lieber: „Da da da“. Das versteht jeder, auch im Vollrausch. Und es hat den Vorteil, dass sich niemand ausgeschlossen fühlt.
Man könnte auch mehrere Hymnen einführen, je nach Anlass. Für Fußball „Layla“, für Staatsbesuche „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“, für die Bundeswehr „Major Tom“. Und für Bundestagsdebatten vielleicht „Spiel mir das Lied vom Tod“.
Flagge als Corporate Design
Eine neue Flagge ist ebenfalls eine Chance. Deutschland könnte endlich ein Corporate Design entwickeln. Schwarz-Rot-Gold ist zu statisch, zu ernst, zu wenig Lifestyle. Warum nicht eine dynamische Farbpalette, jährlich angepasst an den Pride-Monat oder den aktuellen Klimagipfel? Vielleicht mit Pastelltönen, die zu Instagram-Filtern passen. Oder mit wechselnden Symbolen: mal ein Lastenfahrrad, mal eine Wärmepumpe, mal ein veganer Döner.
Die ökonomische Seite: Flaggenwechsel ist ein Konjunkturprogramm. Millionen neue Banner für Rathäuser, Schulen, Ministerien. Neue Buttons für Abgeordnete, neue Tassen im Bundestags-Shop. Merchandising ohne Ende. Endlich könnte der Staat seine eigene Influencer-Karriere starten: „Deutschland – jetzt mit Einhorn.“
Der infantile Reflex
Doch im Kern zeigt diese Debatte etwas anderes: Politik verkommt immer mehr zu Symboltheater. Während früher noch Gesetze, Programme und Konzepte debattiert wurden, reicht heute eine Geste, ein Emoji oder eben eine neue Flagge, um sich als Visionär zu inszenieren. Es ist Politik auf dem Niveau einer Kita: „Kinder, heute malen wir ein neues Bild für Deutschland.“
Dieser Infantilismus hat Methode. Er ist bequem, weil er keine echten Entscheidungen verlangt. Über eine neue Hymne kann man streiten, ohne dass jemand etwas verliert. Aber über Rentenreform, Steuerpolitik oder Außenpolitik? Das tut weh. Also lieber über Farben reden.
Kosten-Nutzen-Wahnsinn
Man könnte das Ganze auch betriebswirtschaftlich betrachten. Nehmen wir an, eine neue Flagge müsste in allen staatlichen Einrichtungen ersetzt werden. 11.000 Schulen, 15.000 Rathäuser, 5.000 Polizeistationen, unzählige Botschaften, Kasernen und Behörden. Pro Standort mindestens fünf Flaggen (innen, außen, Ersatz). Macht grob überschlagen eine halbe Million Flaggen. Druckkosten pro Stück 50 Euro – Gesamtkosten: 25 Millionen Euro. Dazu kommen die Umrüstungskosten der Fahnenmasten, das Anpassen von Dienstanweisungen, das Ersetzen alter Amtsstempel. Schnell sind wir bei hundert Millionen. Und das alles für ein bisschen Stoff.
Eine neue Hymne? Tonstudios, Komponisten, Musikverlage. Schulbücher müssten neu gedruckt werden, CDs aufgenommen, Notenblätter verteilt. Fußballstadien müssten neue Einspieler anschaffen. Millionen. Alles nur, damit wir statt „Einigkeit und Recht und Freiheit“ „Da da da“ grölen.
Symbolpolitik als Betäubungsmittel
Das Traurige daran: All diese Debatten sind nicht neu. Sie sind nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der großen Ablenkungsmanöver. Während die Menschen über Fahnen diskutieren, merken sie nicht, dass ihre Renten schrumpfen. Während sie Hymnen proben, übersehen sie, dass Krankenhäuser schließen. Es ist wie bei einem Zauberer: Die Hand mit dem bunten Tuch lenkt die Aufmerksamkeit ab, während die andere die Brieftasche verschwinden lässt.
Und so werden wir in den nächsten Monaten wahrscheinlich erleben, wie Talkshows und Leitartikel ernsthaft darüber nachdenken, ob eine neue Flagge der Schlüssel zur nationalen Einheit sein könnte. Währenddessen stürzen Brücken ein, weil niemand das Geld für Sanierungen hat. Aber hey – die Flagge weht darüber in Regenbogenfarben.
Die Pointe des Absurden
Vielleicht, so muss man es sehen, ist das genau der Zustand der deutschen Politik: ein absurdes Theaterstück, in dem die Hauptdarsteller längst vergessen haben, dass sie eigentlich kein Kabarett spielen sollten. Ramelow mag es ernst meinen oder nicht – es ist am Ende egal. Entscheidend ist, dass wir überhaupt an diesem Punkt sind. Dass wir wirklich, in einem Land voller Krisen, darüber sprechen, welche Farbe das Tuch am Fahnenmast haben soll.
Das wäre ungefähr so, als würde die Feuerwehr bei einem Wohnungsbrand zuerst überlegen, ob sie die Sirene nicht mal auf eine andere Melodie einstellen sollte.
Es gibt eine bittere Wahrheit, die man nicht übersehen darf: Die Debatte um Hymne und Flagge ist nicht nur eine schrullige Idee, sie ist Symptom. Symptom einer Politik, die längst mehr Theater spielt als Realität gestaltet. Der Vorhang hebt sich, das Stück beginnt, die Bürger klatschen oder gähnen – und in den Logen diskutiert man, ob die Kulisse nicht bunter gestrichen werden sollte.
Deutschland im Jahr 2025 gleicht einem Wohnzimmer, in dem die Tapete schimmelt, die Steckdosen Funken schlagen und das Dach undicht ist. Aber statt Handwerker zu rufen, hängt man ein neues Bild an die Wand. „Seht her“, ruft man stolz, „wir haben eine neue Flagge!“ Der Schimmel? Ach, den übersieht man, wenn das Einhorn freundlich lächelt.
Und hier kommt die eigentliche Tragik: Ein Volk, das sich von Symbolen blenden lässt, verlernt, auf Inhalte zu schauen. Heute ist es die Flagge, morgen eine Gedenkminute, übermorgen ein neues Logo für ein Ministerium. Wir diskutieren über alles – nur nicht über das, was unser Leben tatsächlich verändert. Das ist bequem, es tut nicht weh. Aber es ist der Anfang einer schleichenden politischen Infantilität.
Man könnte fast meinen, Ramelows Vorschlag sei ein Testballon: Wie weit kann man die Bevölkerung von den echten Problemen ablenken? Wie viele Talkshows, Kolumnen und Leitartikel kann man mit bunten Tüchern füllen, während die stillen Katastrophen weiterlaufen?
Vielleicht wird die Hymne wirklich ausgetauscht. Vielleicht werden wir eines Tages bei Olympischen Spielen nicht mehr „Einigkeit und Recht und Freiheit“ singen, sondern „Turaluralu, ich mach Bubu, was machst du“. Vielleicht wird unsere Flagge nicht mehr Schwarz-Rot-Gold sein, sondern ein holografisches Display, das je nach Regierungsstimmung die Farbe wechselt. Grün, wenn die Energiepreise steigen, Blau, wenn die Bundeswehr wieder Waffen kauft, Rosa, wenn man Bürger besänftigen muss.
Es wäre ein perfektes Sinnbild für das, was Deutschland längst geworden ist: ein Land, das seine Identität im Schaufenster dekoriert, während im Hinterzimmer die Regale leer stehen.
Und so endet der Reigen mit einer schlichten Erkenntnis: Hymnen und Flaggen können keine Schlaglöcher stopfen, keine Krankenhausbetten füllen, keine Wohnungen bauen. Sie sind nichts als Stoff und Ton – verzweifelte Versuche, dem Volk eine Melodie zu geben, damit es die Kakophonie des Alltags überhört.
Das mag Ramelow nicht stören. Er wird sich hinstellen, auf eine neue Flagge zeigen und sagen: „Seht, wir haben uns neu erfunden.“ Doch das Volk wird in der Bahn sitzen, die wieder nicht fährt, und leise singen: „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?“
Damit schließt sich der Kreis. Denn das Lied, das wirklich zu uns passt, existiert längst. Es ist der Kassensturz, die Abrechnung, das ständige Gefühl, dass man für Symbole bezahlt, während die Substanz verfällt. Das ist unsere wahre Nationalhymne. Nur will das niemand offiziell auf der Tribüne hören.
Abschluss & Moral
Es ist erstaunlich, wie sich Geschichte wiederholt: Immer dann, wenn Politik nicht mehr weiterweiß, flüchtet sie sich in Symbole. Mal ist es die Fahne, mal die Hymne, mal ein neues Logo. Deutschland 2025 ist dabei keine Ausnahme. Ramelows Vorschlag ist weniger ein kulturpolitischer Impuls als eine Bankrotterklärung. Er sagt: „Wir haben keine Lösungen für die echten Probleme – also reden wir über Lieder und Stoffe.“
Doch eine Nation definiert sich nicht über Glitzerfarben und Melodien. Sie definiert sich über das, was sie ihren Bürgern bietet: Sicherheit, Bildung, Infrastruktur, eine Perspektive. All das aber fehlt. Und so wirkt die Debatte um neue Hymnen wie ein schlechter Witz, den niemand mehr lachen kann.
Die Moral liegt offen: Wir brauchen keine neue Flagge. Wir brauchen Politiker, die das Land zusammenhalten, nicht auseinanderdividieren. Wir brauchen keine neue Hymne. Wir brauchen die alte Melodie von Verantwortung, Ehrlichkeit und Mut. Es ist ein Armutszeugnis, wenn ein Land seine Identität im Symbolischen sucht, während es die Realität ignoriert.
Vielleicht sollten wir uns also daran erinnern: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Aber im Unterschied zur Wurst hat die Politik unendlich viele Enden – und kein einziges davon führt zur Lösung.
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie das nächste Mal eine Nachrichtensendung sehen, in der Politiker ernsthaft über neue Flaggen und Hymnen diskutieren, stellen Sie sich bitte folgende Szene vor: Ein Arzt am Krankenbett sagt nicht „Wir operieren jetzt“, sondern „Wir malen die Tapete in Ihrem Zimmer frisch an“. Genau das ist unsere Politik.
Wir können uns darüber amüsieren, wir können darüber verzweifeln – vielleicht sollten wir beides. Humor ist oft das letzte Mittel, um Wahnsinn zu ertragen. Und wenn Sie beim nächsten Fußballspiel in der Kurve stehen und jemand „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ anstimmt, lachen Sie ruhig laut mit. Denn manchmal ist Lachen die ehrlichste Form von Protest.
Bitte werden oder bleiben Sie gesund, denn das ist das höchste Gut das wir pflegen müssen!!!
Herzlichst
Ihr Alfred-Walter von Staufen
In eigener Sache:
Ich bin in meinem ersten Buch: „Der geheime Pakt der Freimaurer, Khasaren und Jesuiten: Wir bleiben durch unser Blut verbunden. Tod dem, der darüber spricht!“ der Frage nachgegangen: Was ist eigentlich Demokratie. Überlegen Sie doch bitte einmal selber: Wenn nach einer Wahl die großen Volksparteien entscheiden, wer in den Parteien das Sagen hat, um dann zu entscheiden, wer das Sagen im ganzen Land hat, ohne dass die Menschen im Land etwas dazu zu sagen haben, nennt man dies noch Demokratie?!
Ich suchte auch Antworten, wer die Wächter des Goldes sind und was der Schwur der Jesuiten besagt? Sind die „Protokolle der Weisen von Zion“ wirklich nur eine Fälschung? Was steht in der Balfour-Erklärung geschrieben? Ist die „Rose“ wirklich die Blume der Liebe oder steht sie viel mehr für eine Sklavengesellschaft? Was ist eigentlich aus dem Missbrauchskomplex Bergisch-Gladbach und dem Sachsensumpf geworden? Sind die Heiligen, welche wir anbeten, wirklich unsere Heiligen oder Götzenbilder des Teufels? Was hat es in Wahrheit mit dem Bio-Siegel auf sich?
Im vorletzten Kapitel dieses Buches dreht es sich um die augenscheinlichen Lügen und das Zusammenspiel der Politik, Banken und Wissenschaft.
Eine sehr wichtige Botschaft möchte ich am Ende des Buches in die Welt senden: Wir dürfen uns nicht mehr spalten lassen, denn der kleinste gemeinsame Nenner, zwischen uns allen dürfte sein, dass wir inzwischen ALLE extrem die Schnauze von diesem System voll haben und darauf sollten wir aufbauen!
Unser Buch: „Die Autorität: Die geheime Macht der Blutlinien der Pharaonen“
SIE WAREN NIE WIRKLICH WEG, JETZT HERRSCHT DIE AUTORITÄT ÜBER DIE GANZE MENSCHHEIT
Wir vermitteln Ihnen Informationen, welches Ihr falsch erlerntes Weltbild zerstören werden. Ein Weltbild, welches Ihnen seit Ihrer Geburt aufgezwungen wurde und dem man nicht entkommen kann bis zu diesem Buch. Das, was Ihnen überall durch die Medien erzählt wird, hat nicht viel mit der Realität zu tun. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr die Realität sogar das genaue Gegenteil von dem ist, was Sie ständig hören und sehen. Das ist nicht nur die satanische Verdrehung der Wahrheit, sondern auch die Umkehrung der Geschichte. Denn nicht einmal auf die Jahreszahlen können Sie sich verlassen. Ihre Organisationen verwenden zahlreiche Methoden, um die Manipulation der Menschheit still und heimlich zu implementieren. Sie benutzen die Medien und Prominente, damit ihre weitreichenden Pläne eine akzeptable Basis bei der Mehrzahl der Menschen finden. Sie sind nur ein Zahnrad in einem riesigen Getriebe, welches die Welt so wie sie ist, am Laufen hält. Weisheit und Macht sind nur auserwählten Familien oder Politikern, die uneingeschränkt dienen, zugänglich. Darum sind wir alle, in den Augen der herrschenden Elite, nichts anderes als Sklaven und zwar Freiwillige, eine Nummer, einer von Milliarden oder auch gerne als Schafe, Vieh oder Ratten bezeichnet. Wir sind ihr ausführendes Personal in einem betrügerischen Schuldgeldsystem, dem wohl wissend und stillschweigend alle zustimmen. Dieses System existiert seit den Zeiten der Pharaonen. Deren Machtstrukturen und Symbolik aus dem alten Ägypten finden Sie in den Logen, Religionen, Unternehmen und globalen Organisationen bis hin zum scheinbar vergnüglichen Kult des Karnevals. Nichts ist wie es scheint. Politiker und andere Berühmtheiten aus Fernsehen und Sport mit Dreck am Stecken gehören entweder zum Establishment oder dienen einem bestimmten Zweck und werden deshalb geschützt. Missbrauch, Pädophilie und Einschüchterung bis hin zum rituellen Mord gehören zum Repertoire der Verschwörer in den Logen. Die Blutlinien der Nachfahren der Pharaonen haben ihre Macht wie ein Spinnennetz über die Erde gelegt und wirken bis in die kleinsten Nischen unseres Alltags. Doch heute sind es nicht die Pharaonen welche das Schicksal der Erde denken und lenken, heute hat die Autorität die Könige, Präsidenten, Päpste, Milliardäre sowie unzählige Handlanger wie Schauspieler, Sänger und andere Prominente installiert. Sie gehören zum immerwährenden Programm wie Teile und Herrsche, Brot und Spiele oder die Ruhigstellung durch Wahlen von Politikern, die Veränderungen bringen sollen aber doch nur alle der Autorität dienen. Das Warte-Spiel der falschen Propheten, nutzt ebenso nur den böswilligen Kräften der Autorität und deren Kontrolle über uns. Vertrauen Sie also nicht dem scheinheiligen und göttlichen Plan und stopfen Sie sich nicht jeden Abend Popcorn in den Kopf. Ehren Sie stattdessen Ihren Weg, fassen Sie Mut und Verantwortung für Ihr Sein.
Dieses Buch ist Ihr Wegweiser!
Abbildungen:
- Alfred-Walter von Staufen
Quellenverzeichnis:
- Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): „Bodo Ramelow für neue Flagge und Hymne – er nimmt uns mit auf eine Zeitreise“, 27.08.2025.
- Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Deutsche Nationalhymnen im historischen Wandel (2021).
- Deutscher Bundestag: Symbolpolitik in der Demokratie – Funktion und Wirkung (Studie, 2019).
- de: Kosten für staatliche Umrüstungen bei Symboländerungen (2022).
- Süddeutsche Zeitung: Die wechselvolle Geschichte der deutschen Flagge (2018).
- Der Spiegel: Politik und Symbolik – wenn Gesten wichtiger sind als Inhalte (2020).
- ZDF Mediathek: Dokumentation – Von „Heil dir im Siegerkranz“ bis „Einigkeit und Recht und Freiheit“ (2015).
- Deutschlandfunk Kultur: Nationalhymne und Identität – warum Lieder keine Probleme lösen (Interviewreihe, 2021).
- Focus Online: Regenbogenflagge im öffentlichen Raum – Symbol oder Spaltung? (2022).
- Handelsblatt: Haushaltskosten staatlicher Imagekampagnen in Deutschland (2023).
- Statista: Anzahl öffentlicher Einrichtungen mit Fahnenmasten in Deutschland (Abruf 2024).
- NZZ: Wenn Politik Theater spielt – die Mechanik der Symbolpolitik (2020)