Entvölkert euch selbst – Wie eine einfache Tabelle zur Apokalypse wurde
Entvölkert euch selbst – Die Deagel-Psyop und andere Wellnesskatastrophen
Es gibt Geschichten, die beginnen mit „Es war einmal …“, und es gibt Geschichten, die beginnen mit einer kruden Idee im Keller eines bekifften Preppers. Diese hier gehört zur zweiten Sorte. Ihr Held: eine ominöse Website mit dem verführerischen Namen Deagel.com – klingt wie ein mittelmäßig beleumundeter Waffenhändler aus „Call of Duty“ oder der Koffein-Dealer von James Bond. Und doch wurde sie zur Prophezeiungsplattform für den Untergang des Abendlandes, als wäre Nostradamus in den Dark Mode gewechselt und hätte ein Add-on entdeckt.
Denn was wäre, wenn dir jemand sagt: „Deutschland gibt’s 2025 nur noch zur Hälfte – und das nicht wegen Geburtenrückgang, sondern wegen einer geheimen Weltelite mit Populationsphobie?“ Du würdest lachen, oder? Die einen holen Chips, die anderen den Aluhut – und die besonders Flexiblen schaffen beides gleichzeitig. Willkommen in der Deagel-Welt, wo der Untergang nicht nur wahrscheinlich, sondern kalkuliert ist – samt Prozentangaben, Dollarwerten und einem Countdown zur kollektiven Selbstauflösung.
Natürlich wurde die Website bald zur Bibel für alle Anons, die zu viel „Q“ und zu wenig Schlaf hatten. Da standen sie also: Verschwörer im Wohnzimmer, bewaffnet mit Bildschirmbräune, bereit, den Massenmord mit Screenshots zu beweisen. Und wer nicht glauben wollte, der galt sofort als Schlafschaf mit Mainstream-Maulkorb – irgendwo zwischen Merkel-Marionette und Pfizer-Fanclub-Vorsitzendem.
Denn es war so schön einfach: Da draußen gibt es Leute – natürlich reich, natürlich alt, natürlich globalistisch – die beschlossen haben, dass 80 Millionen Deutsche einfach zu viel sind. Und weil man Menschen schlecht einfach aus dem Baumarktregal zurücklegen kann, hilft man mit Impfungen, Lockdowns und digitalen Identitäten nach. Soweit die Story – sponsored by Telegram und pseudointellektuelle Selbstermächtigung.
Was man dabei gerne vergisst: Deagel war keine Denkfabrik, sondern eine Datenseite mit der Seriosität eines Horoskops auf Crack. Keine Methode, keine Quellen, keine Erklärung – aber mit schicker Karte. Dass sich daraus eine Endzeitvision mit dem Charme eines Sudoku für Soziopathen entwickelte, ist wohl das eigentliche Wunder. Oder besser gesagt: das Märchen vom Bleistift, der die Welt untergehen ließ.
In einer Welt, in der jedes Meme als Beweis gilt, jede Zahl als Offenbarung und jede Impfung als Einweihungsritual in die neue Weltordnung, war es nur logisch, dass eine alte Website mit Fantasiezahlen zur Kanzel für Heilsbringer wurde, die noch nie eine Statistik verstanden haben, aber dafür umso lauter predigen.
Eine Artikel über eine der absurdesten Mythen des digitalen Zeitalters von Alfred-Walter von Staufen
„Wenn Google dein Prophet ist, Excel dein Orakel und der Weltuntergang sich wie ein Rabattgutschein ankündigt – dann bist du bereit für Deagel.“
Wie eine Website zur Weltuntergangspredigt wurde – Die Legende von Deagel
Es war einmal im unsichtbaren Hinterzimmer des Internets, da saß ein Orakel namens Deagel. Kein Mensch wusste genau, wer es war, woher es kam oder ob es überhaupt mehr als ein gelangweilter IT-Freelancer mit Hang zum Weltuntergang war. Die Seite sah aus wie ein abgesagter NATO-Workshop: Tabellen, Zahlen, Militärlisten – alles in dieser Ästhetik, die sofort nach grauem Anzug riecht und nach PowerPoint-Präsentationen mit dem Titel „Operational Readiness and Global Disposition“.
Doch irgendwann – keiner weiß mehr genau wann – erschien eine Tabelle, die alles veränderte: Bevölkerungsprognosen für das Jahr 2025. Und siehe da: Deutschland? Halb leer. USA? Wie von Termiten ausgehöhlt. Frankreich? Bonjour, c’est fini. Es war, als hätte jemand beschlossen, westliche Industrieländer auf Diät zu setzen – radikal, entschlossen, mit der Kalorienbilanz eines mittelgroßen Genozids.
Und plötzlich wurde Deagel wichtig. Wichtiger als das Robert Koch-Institut, als die WHO und, natürlich, viel vertrauenswürdiger als die Lügenpresse – pardon: Mainstreammedien. Was CNN nicht sagte, was der Tagesspiegel verschwieg, das stand bei Deagel. Schwarz auf weiß, mit Prozentzahlen, auf einer Seite, die aussah wie das Backend eines bulgarischen Rüstungshändlers.
Dass diese Daten keinerlei Quellenangaben hatten? Geschenkt. Dass die Seite selbst in einem Disclaimer schrieb, man solle bitte nichts davon als verlässliche Prognose ansehen? Gestrichen. In der Welt der Entvölkerungsfantasien sind Fußnoten nur was für Schwächlinge. Oder wie man in Telegramgruppen sagt: „Wenn du Quellen brauchst, hast du die Wahrheit nicht verdient.“
Die Sache ist nur: Deagel war nie eine offizielle Organisation. Keine UN, keine NATO, keine CIA-Tochter, nicht einmal ein besonders ambitionierter Wikipedia-Autor. Es war schlicht eine private Seite, die öffentlich zugängliche Daten sammelte und gelegentlich fantasierte – über Panzer, über Flugzeugträger und, ach ja, auch über Bevölkerungszahlen. Wie ein Kind mit einem Weltatlas und zu viel Fantasie – nur dass dieses Kind Tausende Erwachsene in den Wahnsinn trieb.
Denn in einer Welt, in der sich viele nach einfacher Ordnung sehnen, war Deagel wie ein Erweckungserlebnis für Apokalyptiker mit Internetanschluss. Es passte einfach zu gut: Die Welt ist schlecht, die Mächtigen sind böse, und ich bin der Einzige, der’s durchschaut hat. Da stören Realitätsabgleiche nur. Und so wurde aus einer Website eine Offenbarung, aus einer Tabelle eine Bibel – und aus einer Datenbank ein Dogma.
Dass auf derselben Website auch so brillante Prognosen standen wie „Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts in Laos: -130 %“, störte niemanden. Im Gegenteil. Es war sogar ein Beweis! Wenn etwas so absurd ist, muss es ja stimmen – denn „die Wahrheit ist immer verrückt“, sagen die, die lieber im Wahnsinn wohnen als im Zweifel. Dass Laos dabei mathematisch unter Null gefallen wäre? Pah. Vielleicht war ja das auch Teil des Plans. Vielleicht gibt es Laos bald gar nicht mehr. Vielleicht ist Laos schon abgeschaltet und wir haben’s nur nicht gemerkt.
Die Magie der Prozentzahlen – Wenn Statistik zum Tarot wird
Doch was war es eigentlich, das die Deagel-Tabelle so unwiderstehlich machte? Die nackten Zahlen? Die schlichte Darstellung? Oder war es einfach nur das, was viele so schmerzlich vermissen: eine Geschichte, in der sie selbst vorkommen – als Opfer, als Wissende, als die letzte Bastion der Wahrheit?
Ein Beispiel: Deutschland 2025 – Bevölkerungsrückgang von 81 Millionen auf etwa 28 Millionen. Kein Wort wie das passieren soll. Keine Kausalitäten, keine Modelle, kein Fluchtplan. Nur: Zack, Zahl! Und das reicht. Denn der moderne Verschwörungstheoretiker will keine langen Texte, keine Fußnoten, keine komplizierten Diagramme – er will die Welt in einer Zahl erklärt bekommen. Möglichst dramatisch. Möglichst düster. Und am besten mit Untergangsgarantie.
Das Ganze funktioniert ein bisschen wie ein Horoskop im Wirtschaftsteil: „Du wirst alles verlieren, aber es ist nicht deine Schuld – es ist das Universum.“ Oder eben: „Du wirst bald nicht mehr existieren, weil Bill Gates ein Excel-Dokument aufgemacht hat.“ Da ist die Deagel-Liste wie ein spirituelles Zahlenlotto für Menschen, die aus der Realität rausgewählt haben – freiwillig und mit Überzeugung.
Man muss sich das vorstellen: Die größten Bevölkerungsreduktionen in den Prognosen betrafen die reichsten Länder. USA, Großbritannien, Deutschland – allesamt demografisch auf der Rutschbahn Richtung Endlager. Und das war natürlich kein Zufall, sondern: der Beweis. Für was? Egal. Für alles. Impfprogramme? Klar. Krieg? Na logo. 5G, Chemtrails, Klimawandel, Geburtenverweigerung, Kaninchenzüchterlogen mit BND-Verbindungen – alles auf einmal, Hauptsache, es klingt dystopisch.
Und das Beste: Jeder, der widerspricht, ist Teil des Systems. Faktenchecker? Agenten. Statistiker? Gekauft. Journalisten? Umerzogene Papageien mit Presseausweis. Nur die eigene Interpretation zählt. Und die sagt: Deagel hat’s gesehen. Deagel wusste es. Deagel war die Cassandra des digitalen Zeitalters – mit dem Unterschied, dass Cassandra wenigstens nicht so peinlich formatiert war.
Und plötzlich war’s eine Psyop
Es kam, wie es kommen musste: Irgendwann reichte es nicht mehr, dass Deagel einfach eine schräge Prognose veröffentlichte. Nein, nun war Deagel selbst Teil des Plans. Eine Psyop! Eine psychologische Operation! Die NATO? Die CIA? Die WHO? Alle steckten drin. Die Deagel-Liste war der Leak, der versehentlich online ging – so die These – weil irgendjemand in Langley vergessen hatte, den Button „privat stellen“ zu drücken. Zack! Weltverschwörung aufgedeckt. Von der Couch aus. In Jogginghose. Zwischen zwei YouTube-Kommentaren.
Dass echte Psyops in der Regel etwas subtiler funktionieren als ein schlecht designter Webauftritt mit grauer Schrift auf blauem Hintergrund? Details. Dass Desinformation nicht funktioniert, wenn sie aussieht wie das Menü einer Mikrowelle aus den 90ern? Egal. Was zählt, ist das Gefühl: Man hat etwas Großes entdeckt. Eine Lüge entlarvt. Die Matrix durchblickt. Und das alles – ohne irgendein Buch zu lesen.
Warum glauben Menschen so einen Unsinn?
Und wie Corona zur goldenen Brücke für Deagel wurde
Es gibt Fragen, die sind so alt wie der Glaube an das Gute im Menschen. Und dann gibt es Fragen wie: „Warum zum Teufel glauben erwachsene, kreditwürdige Mitteleuropäer, dass Bill Gates mit einer Spritze aus dem Deagel-Orakel Realität gemacht hat?“ Spoiler: Es liegt nicht an einem Vitamin-D-Mangel.
Denn der Witz ist: Die Deagel-Prognose war lange vor Corona online. Aber kein Mensch interessierte sich dafür – außer ein paar NATO-Fetischisten, die bei „F-22 Raptor“ feuchte Augen bekamen. Doch dann kam 2020, und mit ihm die goldene Gelegenheit: Angst, Lockdowns, Masken, eine Bundesregierung mit dem Charme eines schlecht geölten Druckers – und plötzlich war die Bühne frei für alle, die schon immer wussten, dass es so nicht weitergeht. Und vor allem: dass es so auch gar nicht gedacht war.
Plötzlich war Deagel wieder da. Wie ein Zombie, der Excel kann. Die Zahlen? Die Prognosen? Die Seite? Alles längst bekannt – aber jetzt, jetzt ergab es endlich einen Sinn! Jetzt gab es den Trigger, den Sündenfall, den Startschuss zur globalen Reduktion des homo sapiens deutscher Unterart.
Und was war schuld? Natürlich: Die Impfung. Also nicht irgendeine, sondern die Impfung. Die mRNA-Eintrittskarte zur Deagel-Prognose. Was vorher Zahlenspielerei war, wurde jetzt zur Prophezeiung. Endlich hatte man ein Mittel gefunden, das den „Great Reset“ aus dem Baukasten der Paranoia direkt ins Unterhautfettgewebe brachte.
Die Argumentation ist dabei so einfach wie ein Wurstbrot ohne Senf:
– Deagel sagt: Weniger Menschen.
– Impfkampagne läuft.
– Also: Impfung = Reduktion.
Q.E.D. – Quatsch erklärt Deutschland.
Dabei war das Gedankenkonstrukt so schlüssig wie ein Ikea-Schrank mit fehlendem Boden: Die Impfungen enthalten Mikrochips, DNA-Manipulatoren, Graphenoxid, Todesviren oder wahlweise auch einfach nur das Böse in flüssiger Form. Kurz: Wer sich pieksen lässt, wird Teil des globalen Deagel-Kalküls – wie eine Wurst auf der Liste eines diätwilligen Metzgers.
Natürlich gibt es keine Beweise dafür. Aber wen interessiert das schon, wenn man gefühlt Recht hat? Und gefühlt war nach dem zweiten Booster die Hälfte der Nachbarschaft irgendwie verdächtig müde. Und überhaupt – dieser eine Onkel dritten Grades von der Schwägerin: Zwei Wochen nach der Impfung tot!
Gut, der Mann war 91, Diabetiker, Kettenraucher und seit drei Jahrzehnten überzeugter Trinker. Aber das ist nebensächlich – die Spritze war’s. Muss sie gewesen sein. Alles andere wäre ja logisch. Und wer braucht Logik, wenn man Deagel hat?
Die Kunst des Rückwärtsglaubens: Wenn Prognosen zur Begründung werden
Besonders faszinierend ist, wie sich hier die Logik elegant rückwärts durch die Manege schlängelt. Normalerweise macht man erst eine Analyse, dann eine Prognose. Bei Deagel ist es umgekehrt: Die Prognose kam zuerst, die Begründung wurde später draufgedichtet – wie bei einem schlechten Aufsatz, der mit der Pointe anfängt und dann verzweifelt Gründe nachliefert.
So mutierte Deagel zur Mutter aller Impfmythen. Jedes Herzrasen nach dem Booster? Deagel. Jede Übersterblichkeit im Sommer? Deagel. Jede Lungenentzündung nach Silvester? Dreimal darfst du raten.
Dabei könnte man auch einfach mal sagen: „Vielleicht ist die Welt komplex. Vielleicht gibt es Wechselwirkungen. Vielleicht sterben Menschen nicht immer an dem, was Telegram gerade trendet.“ Aber das wäre zu einfach. Und vor allem: nicht befriedigend.
Denn das Gefühl, Eingeweihter zu sein, ist süchtig machend. Wer einmal die Erleuchtung hatte, dass „alles miteinander zusammenhängt“, will nie wieder in die triste Welt der Kausalität zurück. Und so wird Deagel zur neuen Religion: Der Excel-Papst hat gesprochen – und seine Jünger pilgern durch Internetforen wie durch digitale Katakomben.
Wenn Impfung Mord ist – und Statistiken Mordwerkzeuge
Und hier wird es wirklich perfide: Aus der schlichten Realität einer Pandemie wird plötzlich ein systematischer Anschlag auf die Bevölkerung. Wer impft, ist Täter. Wer sich impfen lässt, ist Opfer. Und wer widerspricht, ist Mittäter. Klingt absurd? Willkommen bei Deagel – dem Disneyland der Dystopie.
Plötzlich ist jeder Hausarzt ein Scherge, jeder Virologe ein Mörder und jede Impfdose ein kontrollierter Anschlag im Namen der Globalisten. Dass Millionen Menschen gesund und ohne Nebenwirkungen geimpft wurden? Kollateralschaden der Statistik. Dass die Lebenserwartung gestiegen ist, dass Intensivstationen entlastet wurden, dass Millionen Leben gerettet wurden? Fake News, sagt Deagel. Oder besser gesagt: sagt jemand, der Deagel gesehen hat. Auf YouTube. Mit dramatischer Musik.
Dass dieselben Leute vorher auch schon an Chemtrails, Flacherde und Merkel als Echsenfrau geglaubt haben? Reiner Zufall. Oder ein weiterer Beweis, je nachdem, wie stark man die eigene Weltsicht bereits durch Alufolie verstärkt hat.
Der Teufel trägt Laborkittel – und die Impfung wird zur Endlösung
In der ultimativen Eskalation wird die Impfung zur gezielten Vernichtungswaffe, zu einer Art digitalem Zyklon B mit WLAN. Und wer das nicht glaubt, hat „den Plan“ nicht verstanden. Denn der Plan, so munkelt man, sei uralt. Gezeugt in den Katakomben der Bilderberger, geboren auf einem Papyrus in Davos, gewartet von Klaus Schwab persönlich und umgesetzt von der Deutschen Bahn – was den absurden Zeitplan erklären würde.
Und so wird der kleine Pieks zum Pakt mit dem Teufel. Wer geimpft ist, hat verloren. Wer geboostert ist, ist verdächtig. Und wer gesund bleibt, war vermutlich geimpft mit Placebo – auch das, natürlich, Teil des Plans. Denn alles, was passiert, bestätigt den Glauben. Und alles, was nicht passiert, bestätigt ihn doppelt.
Deagel? War der erste Hinweis. Die Impfung? Der erste Akt. Und die Kritiker? Die ersten Märtyrer – zumindest in ihren Telegram-Bios.
„Wenn eine Tabelle ohne Quelle zur Wahrheit wird und ein Pieks zur Apokalypse, ist nicht die Elite das Problem – sondern das WLAN!“
Alternative Medien als Verstärker – Vom Screenshot zum Dogma
Wenn das Internet eine Kneipe wäre, dann wären die alternativen Medien der Typ am Ende der Theke, der mit dem Aluhut auf dem Kopf, dem Halbwissen im Rucksack und der Bierfahne aus Paranoia, der jeden, wirklich jeden, ungefragt anspricht:
„Haste schon gehört? DEAGEL! Bruder, die wollen uns halbieren!“
Und während der normale Gast müde sein Kölsch hebt und sich fragt, ob er sich nicht doch lieber das Fußballspiel ansehen sollte, sitzen ein paar andere schon gebannt da und nicken – denn was da raunt, klingt nach Erkenntnis.
Denn so funktioniert das mediale Deagel-Syndrom: Aus einer obskuren Seite wird ein Screenshot. Aus dem Screenshot wird ein YouTube-Video. Aus dem Video ein Telegram-Kanal. Und aus dem Kanal ein Glaubensbekenntnis – kommentiert, geschnitten, unterlegt mit dramatischer Musik und schwarzer Rabenästhetik. Kein Argument, keine Quelle – aber garantiert mit dem Untertitel: „Was sie dir verschweigen!“
Und was folgt, ist ein wunderbar choreografierter Tanz der digitalen Empörung. Alternative Medien – oder das, was sich gerne so nennt – blasen das Ganze zur Weltverschwörung auf. Plötzlich hat Deagel angeblich Verbindungen zur CIA. Zum Pentagon. Zur WHO. Zur Pharmaindustrie. Zum tiefen Staat. Zur Unterwelt. Und, warum nicht, zu George Soros’ Gärtner.
Natürlich gibt es für nichts davon einen Beweis – aber das ist in dieser Welt nicht hinderlich, sondern Pflicht. Denn wo der Beweis fehlt, wächst der Mythos. Und wo der Mythos blüht, verdorrt die Realität.
Der Screenshot als Sakrament
Man muss sich das bildlich vorstellen: Da sitzt ein Mensch vor seinem Bildschirm, findet die berühmte Deagel-Tabelle, drückt auf „Drucken“, hängt sie sich neben den Traumfänger überm Bett und sagt sich: „Jetzt weiß ich Bescheid.“ Keine Quellenprüfung. Keine Kontextanalyse. Nur: Screenshot = Wahrheit.
Und weil das so schön ist, wird der Screenshot weitergeleitet. Erst als Bild. Dann mit Kommentar. Dann in Gruppen, wo sich „Erwachte“ gegenseitig bestätigen, dass sie längst wissen, was kommt. Und irgendwann hängt das Ding in einem schlecht belüfteten Wohnzimmer neben dem Kalender mit Impfnebenwirkungen und dem „Great Reset“-Plakat mit der durchgestrichenen Spritze.
YouTube als Kanzel der Weltuntergangsevangelisten
Doch damit nicht genug. Jetzt wird der Screenshot zum Rohstoff. YouTube ruft. Und dort sitzen sie schon: die apokalyptischen Influencer in schlecht beleuchteten Kellern, die ihren Followern erklären, dass Deagel das große Zeichen war – und die Impfung nur der Anfang.
Das Skript ist immer gleich:
– Dramatische Musik (meist aus einer Gratisdatenbank).
– Eine düstere Stimme mit Verschwörungsflüsterung.
– Ein Screenshot von Deagel mit Pfeilen, Kreisen und dem Kommentar:
„Was die Massenmedien dir verschweigen wollen …“
Das Video geht viral. Innerhalb von Stunden 50.000 Aufrufe, in den Kommentaren die übliche Mischung aus Bestätigung, Angst und Aufrufen zur Selbstversorgung. „Baut euch einen Bunker“, schreibt einer. „Rettet eure Kinder“, die nächste. Und ein anderer kommentiert mit der ganzen Weisheit des digitalen Zeitalters:
„Ich wusste es schon immer.“
Natürlich wusstest du das. Schließlich hast du auch mal „Matrix“ gesehen und eine Thermomix-Verschwörung überlebt.
Telegram – Das Darknet der Gefühle
Und dann ist da Telegram. Der Safe Space für alle, die sich im Mainstream nicht verstanden fühlen, weil ihre Theorien dort als, sagen wir, „hirnrissig“ gelten. Hier lebt Deagel weiter – wie eine tote Religion mit frischer Reichweite.
Täglich werden neue Gruppen gegründet:
– „Deagel Enthüllungen 2025“
– „Widerstand gegen Bevölkerungsreduktion“
– „Deagel ist Realität“
– „Impfung = Entvölkerung“
Und jeder neue User bringt seine eigene Mischung aus Empörung, Unverständnis und Caps Lock mit. Diskussionen verlaufen nach dem Prinzip:
- Deagel hat Recht.
- Wer das nicht sieht, ist gekauft.
- Screenshots beweisen alles.
- Und wehe, du fragst nach Belegen – dann bist du Teil des Systems.
Es ist ein hermetisches Weltbild. Widerspruch ist nicht vorgesehen, und Ironie kommt nicht vor. Wer zweifelt, fliegt raus. Wer kritisiert, wird blockiert. Nur wer bestärkt, bekommt Herzchen, Flammen-Emojis und Zugang zu den geheimen PDF-Dateien mit noch mehr Wahrheit.
Die „Experten“ der Alternativrealität
Nicht fehlen dürfen natürlich die selbsternannten Experten (ähnlich wie bei ARD und ZDF), die sich zu Deagel äußern. Gern mit Titel, am besten Professor – wobei der Lehrstuhl meist irgendwo zwischen Bioresonanz und Quantenenergie liegt. Diese Experten treten in Podcasts auf, in Livestreams und auf Bühnen mit Teppich. Sie erklären, dass „die Eliten längst entschieden haben“, dass „wir keine biologische Zukunft mehr haben“, und dass „das alles schon 2010 festgelegt wurde – bei der Bilderberg-Konferenz in einem österreichischen Hotel, bei Sonnenuntergang, mit Ritual“.
Und das Publikum? Klatscht. Denn es klingt so plausibel. So wichtig. So gefährlich. Endlich erklärt jemand die Welt. Nicht mit Zahlen. Nicht mit Fakten. Sondern mit Gefühl. Und das fühlt sich einfach richtig an – wie früher, als man noch wusste, wer der Böse ist: die da oben.
Wenn mediale Reichweite wichtiger ist als Wirklichkeit
In dieser Welt zählt nicht, ob etwas stimmt – sondern ob es ankommt. Und Deagel kam an. Weil es klickte, weil es Angst machte, weil es einleuchtete – zumindest denen, die sich längst vom kritischen Denken verabschiedet haben wie von einem schlechten Handyvertrag: mit einem Klick und viel Genugtuung.
Die alternativen Medien wurden so zum Lautsprecher einer neuen Wirklichkeit – einer, die gefühlt wahr ist. Und wenn der Screenshot oft genug geteilt wurde, wird er irgendwann realer als die Realität. Ein Dogma im digitalen Goldrahmen. Ein Sakrament der Skepsis. Ein Evangelium für Erwachte.
Der psychologische Reiz des Untergangs
Warum Menschen lieber an Deagel glauben als an Demografie
Es ist ja nicht so, dass die Menschheit nicht andere Probleme hätte. Klimawandel, Inflation, Dating-Apps. Und trotzdem sitzen Millionen vor ihrem Bildschirm und starren gebannt auf eine Tabelle aus dem Jahr 2014, als sei sie das verlorene Evangelium der Endzeit. Die Deagel-Prognose ist für viele nicht einfach eine seltsame Statistik – sie ist ein Fenster in eine Welt, in der sie sich endlich wieder wichtig fühlen dürfen. Und das ist, psychologisch gesehen, mindestens so gefährlich wie ein Staubsauger mit Religionsersatzfunktion.
Denn seien wir ehrlich: Die nüchterne Realität ist langweilig. Demografischer Wandel, das klingt nach Rentenversicherungsbescheid und Volkswirtschaft 101. Kein Spannungsbogen, keine Musik, kein Bösewicht. Nur: Menschen werden älter, bekommen weniger Kinder, ziehen um, sterben irgendwann – und das alles ohne ein geheimes Elite-Komitee. Aber wer will das schon hören?
Dagegen: Deagel. Das klingt nach Actionfilm. Nach Apokalypse. Nach Endgame. Hier gibt es nicht nur Zahlen – hier gibt es Täter, Opfer, eine Verschwörung, eine düstere Zukunft. Und vor allem: eine Rolle für jeden Einzelnen. Denn wer Deagel glaubt, gehört zur Avantgarde des Erwachens. Der ist nicht mehr Teil der tumben Masse. Der ist jetzt Teil der Erleuchteten, mit Aluhut und Anspruch.
Untergang ist sexy – solange er anderen passiert
Der Reiz des Untergangs liegt nicht im Leid – sondern in der Überlegenheit. Wer ihn kommen sieht, fühlt sich über den Dingen. Der moderne Apokalyptiker glaubt nicht an das Gute im Menschen, sondern daran, dass der Rest der Menschheit es nicht checkt – und deshalb verdient, unterzugehen.
Und genau das liefert Deagel: die süße Genugtuung, dass man schon wusste, was die anderen erst merken, wenn es zu spät ist.
– „Ich hab’s euch ja gesagt.“
– „Jetzt kommt ihr angekrochen.“
– „Ich hab mich schon 2017 informiert, als ihr noch eure dritte Biontech-Dosis gefeiert habt.“
Der Deagel-Jünger ist kein Opfer – er ist Wissender. Prophet. Chronist des kommenden Zusammenbruchs. Und auch ein bisschen sadistischer Voyeur, denn nichts erfüllt ihn mehr als die Vorstellung, dass die anderen bald mit der Realität kollidieren, während er längst in seiner mit Ravioli und Jodtabletten gefüllten Prepper-Höhle sitzt.
Komplexitätsflucht als Komfortzone
Die moderne Welt ist kompliziert. Globalisierung, Digitalisierung, Pandemien, geopolitische Verschiebungen – alles vernetzt, alles in Bewegung. Wer da den Überblick behalten will, braucht ein abgeschlossenes Studium, stabile Nerven und drei Kannen Kaffee täglich. Oder eben: eine einfache Geschichte.
Und hier kommt Deagel ins Spiel. Die Seite bietet eine perfekte Komplexitätsreduktion:
– Keine Erklärung für Bevölkerungsrückgänge? Muss Absicht sein.
– Keine Quellen? Zeigt nur, wie geheim es ist.
– Keine Plausibilität? Umso mehr Beweis, dass „sie“ uns verarschen wollen.
So wird aus einem Mangel an Information eine Informationsüberlegenheit. Aus Unwissen wird Durchblick. Und aus der Angst vor Kontrollverlust wird Kontrolle – über eine Geschichte, in der alles vorherbestimmt ist und man selbst Teil der wenigen ist, die sie erkannt haben.
Der Mensch als Sinnsucher – und der Screenshot als Offenbarung
Es war Nietzsche, der meinte: „Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“ Nun, Deagel ist das „Warum“ für all jene, die das „Wie“ nicht mehr verstehen. Die plötzlich ihre Nachbarn nicht mehr erkennen, weil sie sich impfen lassen. Die die Welt nicht mehr begreifen, weil sie zu viele Fenster offen haben – am PC und im Kopf. Die spüren, dass sich etwas verändert, aber nicht benennen können, was.
Und statt sich in Studien zu wühlen oder komplexe Entwicklungen zu analysieren, greifen sie zum Screenshot. Denn der gibt Sinn. Der zeigt: „Du bist nicht verrückt – die Welt ist es.“ Und das ist eine Verlockung, der man nur schwer widersteht.
Die Deagel-Prognose wird so zur Weltdeutung. Sie macht Angst, ja – aber sie strukturiert. Sie bietet eine Geschichte mit Anfang, Mitte und katastrophalem Ende. Und vor allem: mit einer Hauptrolle für den Gläubigen selbst. Nicht als Opfer. Sondern als Held. Oder wenigstens als Überlebender.
Die Angst vor der Ohnmacht – und das süße Gift der Bedeutung
Vielleicht ist das der wahre Kern der Deagel-Psyop: Nicht, dass sie uns Angst machen will – sondern dass sie uns Hoffnung gibt. Die Hoffnung, dass wir nicht einfach Spielball von Geschichte, Statistik und Geopolitik sind, sondern dass es einen Plan gibt. Einen perfiden zwar – aber immerhin einen Plan.
Denn was wäre schlimmer:
– Dass es eine globale Elite gibt, die uns alle beseitigen will?
– Oder dass niemand so wirklich den Überblick hat und alles nur eine chaotische, nicht steuerbare Kette aus Dummheiten, Zufällen und politischen Notlösungen ist?
Die Deagel-Gläubigen entscheiden sich für Ersteres. Lieber Opfer einer Allmacht, als Produkt einer Unordnung. Denn das lässt sich wenigstens bekämpfen. Da kann man Telegram-Kanäle gründen, Prepper-Tutorials teilen, Aufkleber drucken mit „Deagel lügt nicht!“ oder „Ich bin keine Zahl auf eurer Liste!“
Die Psyche will Apokalypse
Die Deagel-Prognose ist keine Statistik. Sie ist ein Gefühl. Eine Erzählung. Ein Trost in einer Welt, die ihren Halt verliert. Wer sie glaubt, beweist keine Naivität, sondern eine tiefe Sehnsucht: nach Ordnung, nach Bedeutung, nach Heldentum. Und die kriegt man nicht bei der Tagesschau – aber bei YouTube, Telegram und einem Excel-Sheet aus der Hölle.
Die Deagel-Logik entlarvt
Wie man mit Zahlen lügt, ohne rot zu werden
Man sagt ja: Zahlen lügen nicht. Das ist falsch. Zahlen lügen nicht nur – sie tun es mit Anlauf, mit erhobenem Taschenrechner, in Tabellenform, und zwar so charmant, dass man ihnen dafür fast den Grimme-Preis verleihen möchte. Vor allem, wenn sie von Webseiten wie Deagel kommen. Denn wer jemals gedacht hat, dass Excel ein Werkzeug für Buchhaltung ist, hat noch nie gesehen, wie es zur Massenvernichtungswaffe für den gesunden Menschenverstand mutiert.
Die Deagel-Prognose war ein Meisterwerk dieser Kunst: Bevölkerungsrückgänge in Größenordnungen, die sonst nur bei Erdrutschen oder Alieninvasionen vorkommen. Und das alles ohne Begründung, ohne Fußnote, ohne Methodik. Nur mit Prozentzahlen und einem diabolisch simplen Layout, das vorgibt: „Ich bin seriös. Ich bin neutral. Ich bin Wahrheit in Zahlenform.“ Dabei war es nicht mehr als ein pseudostatistischer Endzeitporno für Kontrollfreaks mit Weltuntergangssehnsucht.
Die Magie der Leerstellen – oder: Je weniger Erklärung, desto mehr Interpretation
Die Deagel-Seite tat etwas, das in der Welt der Verschwörungsgläubigen ein Freifahrtschein für Fantasie ist: Sie ließ alles offen. Keine Quellen, keine Annahmen, keine Herleitung. Und das ist genial. Denn wer nichts erklärt, kann auch nichts falsch machen. Ein pädagogischer Trick aus dem Handbuch für Rhetoriker mit Reptilienkomplex: Sag wenig, inszenier viel, und lass die Leerstelle für andere sprechen.
Beispiel gefällig?
2017: Deagel prognostiziert, dass Deutschlands Bevölkerung bis 2025 von über 80 Millionen auf knapp 28 Millionen schrumpft.
Frage: Wie soll das gehen? Krieg? Pest? Massenflucht nach Österreich?
Antwort: Keine. Und genau deshalb ist die Zahl unwiderstehlich. Denn sie erzwingt Erklärung. Und weil Deagel keine gibt, liefern andere sie nach. Impfungen. Biowaffen. Massensterben durch elektromagnetische Frequenzen. Oder – mein Favorit – eine geheime Reptilienreinigung der Weltbevölkerung auf Basis astrologischer Prophezeiungen der Jesuiten. Alles schon dagewesen. In Kommentaren. In Videos. In „Enthüllungs“-PDFs mit 197 Seiten und einem Inhaltsverzeichnis voller Großbuchstaben.
Der Trick mit der Prozentkeule
Ein weiteres Highlight aus dem Deagel-Zauberkoffer ist die prozentuale Verführung. Denn was klingt dramatischer:
– „Ein Rückgang der Bevölkerung um 30 Millionen“
oder
– „Ein Rückgang um 62,5 %“?
Richtig: die Prozentzahl. Sie schmerzt. Sie schreit. Sie ist präzise wie ein Kopfschuss. Selbst wenn sie komplett aus der Luft gegriffen ist. Und Deagel wusste das. Oder, um ehrlich zu sein: Die Leute, die Deagel rezipierten, wussten es. Denn sie fügten ihren Screenshots gerne den Hinweis hinzu:
„62,5 % weniger Deutsche! Was planen die wirklich?“
Gerne mit Totenkopf-Emoji, Blutstropfen und einem Link zum nächsten alternativen Newsletter namens „Widerstand & Wahrheit & Vitamin D“.
Und genau darin liegt die perverse Schönheit der Deagel-Zahlenspiele: Sie klingen objektiv, sind aber reine Subjektivität mit Taschenrechner. Eine Mischung aus Apokalypse und Abakus. Und wer’s nachrechnen will, ist sofort Teil der Weltverschwörung – weil Rechnen ja ein Mittel der Systemunterdrückung ist. Mathematik wird dann zur Waffe des Feindes. Willkommen in der postfaktischen Panikschule.
Wenn Prognosen Wünsche sind – und Fakes besser wirken als Fakten
Man darf bei alledem eines nicht vergessen: Die meisten Menschen, die Deagel-Zahlen teilen, glauben daran. Sie wollen, dass es stimmt – nicht aus Sadismus, sondern weil es sich besser anfühlt, einen Feind zu haben, als sich mit komplexen Problemen auseinanderzusetzen.
– Warum gibt’s weniger Kinder?
– Warum wandern Leute aus?
– Warum stirbt die Oma mit 95?
Antworten wie „Demografie“, „Globalisierung“, „medizinischer Fortschritt“ sind halt nicht sexy. Aber ein Plan der Elite, die uns per Impfung auslöschen will? Das hat Hollywoodpotenzial. Und ein YouTube-Algorithmus, der genau solche Inhalte belohnt, sorgt dafür, dass jede Zahl aus Deagel nicht nur wahr aussieht, sondern auch wahr bleibt – zumindest im Filterblasenbiotop.
Der große Trick: Die Behauptung als Beweis
Besonders perfide – und in Deagel-Predigten oft zu sehen – ist der logische Zirkelschluss, der so geht:
- Deagel sagt, es gibt bald weniger Menschen.
- Es gibt Impfkampagnen.
- Also sind die Impfkampagnen der Grund.
- Beweis? Deagel sagt’s ja.
Das ist wie zu sagen:
– „Ich weiß, dass der Bäcker ein Serienmörder ist.“
– „Wieso?“
– „Weil ich’s geträumt habe. Und weil er keine Quittung gegeben hat. Und weil sein Croissant wie Reue schmeckt.“
Die Logik hinter Deagel ist ein geschlossenes System – nicht überprüfbar, nicht falsifizierbar, dafür aber emotional aufgeladen bis zum Anschlag. Und das ist seine wahre Sprengkraft: Nicht, dass es stimmt. Sondern dass es gefühlt stimmt.
Wenn die Tabelle mächtiger wird als die Realität
Vielleicht ist das das größte Verdienst von Deagel: Es hat geschafft, dass eine einzige Tabelle – ohne Autorenname, ohne Quelle, ohne Verstand – mehr Einfluss auf das Weltbild mancher Menschen hat als jede wissenschaftliche Publikation der letzten 20 Jahre. Und das in einer Zeit, in der angeblich niemand mehr Zeit hat, etwas zu lesen.
Aber eine Zahl, ein Screenshot, ein „Die wollen uns alle töten!“ – das geht immer. Schnell konsumiert. Schnell geteilt. Schnell geglaubt. Die Wahrheit in Häppchen, garniert mit Wut und Weltuntergangsromantik.
So wird aus Statistik ein Sakrament. Aus Prognose wird Parole. Und aus Dummheit – Macht.
Warum die echten Eliten über Deagel lachen
Und warum das gefährlicher ist, als man denkt
Man stelle sich eine Szene vor, irgendwo in einem klimatisierten Konferenzraum in Davos oder Brüssel:
Ein paar Männer im maßgeschneiderten Anzug, Damen in smarter Seide, alle mit Vornamen, die wie Nachnamen klingen. Auf dem Bildschirm erscheint ein Screenshot der Deagel-Prognose, groß, dramatisch, mit Pfeilen, Balken und – natürlich – Totenkopf-Emoji. Gelächter brandet auf. Man prostet sich zu, nippt an nachhaltig gewonnenem Chardonnay und sagt:
„Die glauben wirklich, wir hätten das geplant.“
Denn ja – die echten Eliten, so es sie denn gibt, lachen über Deagel. Nicht, weil sie nichts zu verbergen hätten, sondern weil die Vorstellung, man könne einen Weltuntergang per Webseite ankündigen, so absurd amateurhaft ist, dass sie eher an eine Mittelstufen-AG erinnert als an eine globale Machtverschwörung. Selbst Monsanto hätte sich für solch schlechte PR geschämt.
Doch genau darin liegt der perfide Witz: Während die einen laut und hysterisch mit dem Finger auf die „Deagel-Liste“ zeigen, arbeiten die anderen im Stillen – mit Milliardenbudgets, Thinktanks, Lobbyverbindungen und Steuervermeidungsstrategien, die so elegant sind, dass sie beim Betrachten eine sanfte Panflötenmusik im Kopf auslösen.
Der Trick mit der falschen Fährte
Deagel ist für viele das Fenster zur Wahrheit. In Wirklichkeit ist es der Vorhang, hinter dem die eigentliche Bühne steht. Denn während man sich kollektiv über eine Webseite echauffiert, die nicht mal ein Impressum hatte, lenkt man den Blick weg von den echten Machtmechanismen:
– Wer schreibt die Gesetzesvorschläge, die später in Brüssel durchgewunken werden?
– Wer finanziert „unabhängige“ Studien zu Themen wie Ernährung, Energie oder Migration?
– Wer sitzt gleichzeitig im Aufsichtsrat von Pharma-, Medien- und Technologiekonzernen – und im Ethikrat?
Diese Fragen sind zu langweilig, zu trocken, zu unsexy. Aber die Deagel-Liste? Die knallt. Da schrumpft Deutschland auf die Einwohnerzahl von Bayern, die USA auf das Niveau eines Ikea-Katalogs – und plötzlich sind alle alarmiert. Nur nicht da, wo es Sinn ergeben würde.
Apokalyptische Ablenkung – Eine brillante Nebelkerze
Die Deagel-Panik ist, bewusst oder unbewusst, eine Nebelkerze für den Pöbel. Sie bietet eine Ersatzkatastrophe für all jene, die sich sonst mit dem Dilemma herumschlagen müssten, dass Kapitalismus, Politik und Ideologie längst eine polyamore Beziehung führen – ganz ohne Trennungsabsicht.
Denn wer an Deagel glaubt, muss sich nicht fragen, warum Konzerne die Weltmeere leerfischen. Warum Subventionen in fossile Industrien fließen, während der Bürger sein Duschverhalten ändern soll. Warum Lobbyisten Gesetzesentwürfe schreiben und Journalisten lieber Haltung zeigen als Hintergründe. Nein, das alles ist viel zu real.
Lieber: Die da oben wollen uns töten. Punkt. Das ist wenigstens klar. Eindeutig. Und so wunderbar wütend machbar.
Der Elite ihr liebstes Hobby: Zuschauen, wie sich die Untertanen selbst verwirren
Die größte Ironie ist wohl: Während sich tausende „Erwachte“ über Deagel den Kopf heiß reden, beobachten die tatsächlichen Machthaber das Spektakel mit einer Mischung aus Spott, Arroganz und kaltem Kalkül.
Denn ein verwirrter, gespalten-ängstlicher Bürger ist ein machtloser Bürger.
Einer, der in Screenshots die Weltverschwörung sucht, sucht sie garantiert nicht in Shareholder-Strukturen oder Koalitionsverträgen.
So wird Deagel zur willkommenen Beschäftigungstherapie für Kritiker mit Rechenphobie. Ein Ablenkungskeks. Ein digitaler Wutkatalysator, der all das kanalisiert, was sonst in Richtung echter, substanzieller Systemkritik hätte laufen können.
Und während man sich gegenseitig PDFs mit „Schockierende Wahrheit über 2025“ zuschickt, werden Milliarden verschoben, Machtverhältnisse zementiert und Demokratien ausgehöhlt – leise, effizient, elegant.
Die Illusion des Durchblicks – oder: Die schönste Lüge bleibt die eigene
Wer sich für klug hält, weil er Deagel verstanden zu haben glaubt, der merkt oft nicht, wie sehr er sich selbst betäubt. Mit Bedeutung. Mit Welterklärung. Mit Narrativen, die so glatt sind, dass sie in jedem Hirnflur durchrutschen wie ein teflonbeschichteter Gummiball.
Denn das ist die eigentliche Gefahr: Dass man sich durch seine eigene „Aufgewachtheit“ so sehr bestätigt fühlt, dass man blind wird für die wirklichen Missstände. Für Korruption. Für Manipulation. Für echten Machtmissbrauch, der keine finsteren Pläne braucht, weil er längst institutionalisiert ist.
Die Elite lacht über Deagel – weil Deagel so genial harmlos ist. Weil es niemanden stört. Weil es niemanden entlarvt. Weil es nichts verändert.
Und genau deshalb ist es gefährlich
Denn in einer Welt, in der alles zur Verschwörung gemacht wird, wird jede Kritik entwertet. Wer heute sagt, dass Konzerne Einfluss auf Politik nehmen, gilt schnell als Spinner – weil zu viele Spinner lieber Deagel brüllen als Studien lesen.
Die tatsächlichen Profiteure freuen sich: Denn während sich unten die Leute um Wahrheiten streiten, die nie existiert haben, wird oben weiter Geld gemacht. Politik gemacht. Zukunft gemacht – ganz ohne Excel-Tabelle. Dafür mit Planung, Lobbyismus und Netzwerken, die realer sind als jede Deagel-Zahl je war.
Wenn die Webseite verschwindet – und der Mythos unsterblich wird
Es gibt eine besondere Form des digitalen Märtyrertums: das Verschwinden. Nicht das stille, würdige Verlassen der Bühne wie ein alter Professor nach der letzten Vorlesung, sondern das plötzliche, dramatische Abtauchen wie ein Clown, der seine Schminke im Nebel der Geschichte vergisst. Genau das ist mit Deagel passiert. Irgendwann – man weiß nicht genau wann – war sie einfach weg. Offline. Verschwunden. Gelöscht. Puff!
Und was macht der gemeine Mensch, wenn etwas verschwindet? Er denkt an Wartungsarbeiten, vielleicht an Domain-Probleme, ein abgelaufenes SSL-Zertifikat.
Was denkt der Deagel-Jünger?
„SIE haben es abgeschaltet! Weil es zu gefährlich war!“
Natürlich. Denn was wäre eine bessere Bestätigung für die eigene Verschwörungstheorie als die Tatsache, dass das vermeintliche Beweisstück plötzlich nicht mehr auffindbar ist? Wenn ein Screenshot die Heilige Schrift ist, dann ist die gelöschte Website der endgültige Beweis für die Wahrheit. So wie bei Elvis: Wenn man ihn nicht mehr sieht, muss er irgendwo noch sein. Vermutlich geimpft, unterirdisch, mit Merkel im Kartenspiel.
Das Internet vergisst nichts – aber es erinnert falsch
Man sollte meinen, dass das Verschwinden der Deagel-Website zu einer gewissen Beruhigung geführt hätte. Eine Einsicht, dass es vielleicht nie seriös war, dass das Ganze auf wackeligen Füßen stand, die nicht mal ein IKEA-Stuhl aus der Fundgrube hätte tragen können.
Doch genau das Gegenteil geschah:
Das Verschwinden machte Deagel erst richtig groß.
Denn wenn etwas gelöscht wird, muss es wichtig gewesen sein. Und gefährlich. Und wahr. So die neue Logik. Eine Art digitaler Heiligenlegende:
„Sie haben die Seite zerstört – weil sie zu viel wusste!“
„Jetzt wissen wir, dass wir richtig lagen.“
„Die löschen nicht ohne Grund!“
Dabei wäre ein Grund schnell gefunden: Die Seite war alt, dilettantisch, unprofessionell gepflegt, voller fehlerhafter Daten und widersprüchlicher Inhalte – oder, kurz gesagt: ein digitaler Wildwuchs im Zustand der fortgeschrittenen Demenz. Aber in der Mythologie braucht es keine banalen Gründe. Da braucht es Drama, Unterdrückung, Repression – am besten mit dystopischem Soundtrack.
Und täglich grüßt das Wayback Machine-Orakel
Natürlich gibt es Archivversionen. Jeder halbwegs funktionierende Laptop mit Internetanschluss und einem Minimum an Medienkompetenz kann die alten Inhalte über die Wayback Machine aufrufen. Da steht alles noch – die Tabellen, die Prognosen, die Waffenlisten, die Lachnummern. Aber: Das ist nicht genug.
Denn wer Deagel glaubt, will das Drama. Das Unterdrückte. Das Verborgene. Und deshalb wird selbst das Archiv zur Bestätigung der eigenen Theorie:
– „Warum ist das nur noch über Archive abrufbar?“
– „Was wollen sie verstecken?“
– „Warum zeigt Google es nicht mehr auf Seite 1?“
Weil es alt ist. Weil es schlecht ist. Und weil die Erde sich weiterdreht.
Aber wer das sagt, ist Systemling. Mitschwimmer. Bill Gates’ Pizzalieferant.
Der Mythos wird zur Marke
Ab dem Moment des Verschwindens war Deagel kein Fakt mehr – es wurde Marke. Eine Chiffre. Ein Codewort in einer Welt voller Andeutungen. Man sagt nicht mehr „Ich glaube, dass die Weltbevölkerung reduziert werden soll.“
Man sagt: „Kennst du Deagel?“
Ein kurzes Wort. Ein Nicken. Ein wissender Blick. Der Screenshot ist längst tätowiert – metaphorisch und manchmal sogar buchstäblich. Die Daten wurden auf Papier gedruckt, laminiert, eingerahmt. Nicht als Informationsquelle, sondern als Glaubensbekenntnis.
Und wie bei allen Religionen gilt: Je weniger überprüfbar, desto heiliger.
Je mehr Widersprüche, desto geheimnisvoller.
Je mehr gelöscht wird, desto mehr Wahrheit muss drin gewesen sein.
So wurde Deagel vom Witz zur Waffe. Vom Excel-Fehler zum Erweckungserlebnis. Vom Datengrab zur digitalen Sektenikone.
Der Screenshot als Pilgerstätte
Heute kursieren Deagel-Screenshots wie Reliquien. Man teilt sie, zitiert sie, druckt sie in selbstgebastelte Broschüren, schreibt sie mit Edding auf Baustellenklos und trägt sie als T-Shirt-Motiv:
„DEAGEL HAT ES VORHERGESEHEN!“
Es ist ein wenig so, als hätte jemand die Wettervorhersage von 1994 aus der Fernsehzeitung geschnitten, ins Portemonnaie gelegt und würde heute noch jedem erklären, dass der Gewittersturm, der nicht kam, ein Beweis dafür ist, dass „die da oben“ unser Klima manipulieren.
Aber der Deagel-Glaube funktioniert genauso.
Er ist nachtragend, romantisch, katastrophensüchtig.
Und jedes Detail, das fehlt, wird mit umso mehr Bedeutung aufgefüllt. Je verschwommener das Bild, desto klarer der Glaube. Je mehr die Seite weg ist, desto mehr lebt sie.
Und was bleibt?
Ein Mythos. Ein Narrativ. Eine postfaktische Ikone. Deagel ist nicht mehr da – aber überall. In Kommentaren. In Telegramgruppen. In den Gedanken derer, die lieber an Tabellen glauben als an Zusammenhänge.
Die Seite ist tot – es lebe die Legende.
Fazit – Wenn ein Excel-Sheet zur Bibel wird und der Wahnsinn Alltag
Es gibt Geschichten, die verlieren mit der Zeit an Kraft. Sie zerbröseln unter der Realität wie ein Zwieback im Tee des Fortschritts. Und dann gibt es Geschichten wie die von Deagel – ein Narrativ, das sich wie ein Kaugummi an der Schuhsohle des Zeitgeists klebt: zäh, sinnfrei, aber hartnäckig. Eine Datentabelle wird zur Offenbarung, ein Screenshot zur Liturgie, und eine gelöschte Website zum sakralen Verlust, über den noch in Jahrzehnten geraunt wird wie über Atlantis, Elvis oder den BER.
Und was bleibt? Ein Kult.
Nicht organisiert, aber diszipliniert. Nicht durchdacht, aber durchlitten. Nicht bewiesen, aber bezeugt – in 4K, mit Bildschirmaufnahme, mit dramatischer Musik und Großbuchstaben im Thumbnail.
Deagel war nie wahr. Aber das hat nie gestört. Im Gegenteil: Ihre Unwahrscheinlichkeit war die Eintrittskarte ins neue Zeitalter des postfaktischen Fühljournalismus. Wo man nicht mehr fragt, was stimmt, sondern was sich richtig anfühlt. Und da fühlt sich „Wir werden alle dezimiert, weil irgendwer das will“ eben besser an als „Wir bekommen einfach zu wenig Kinder und die Gesellschaft altert“.
Denn Deagel hat alles, was eine moderne Ersatzreligion braucht:
– Eine geheime Quelle.
– Ein bedrohliches Szenario.
– Eine klar benannte Elite.
– Und eine große Zahl, die man auswendig lernen kann wie ein Psalm:
28 Millionen Deutsche. 2025.
Amen.
Der wahre Plan: Es gibt keinen – und genau das ist zu viel für viele
Denn das ist die bittere Wahrheit: Nicht alles ist geplant. Manches ist einfach Konsequenz von Inkompetenz, von Ignoranz, von ökonomischen Interessen und politischer Feigheit. Kein Reset, kein Masterplan – nur ein langsamer, schleichender Verfall, der sich nicht als Thriller verkauft, sondern als Sachverständigenanhörung im Bundestag.
Und das tut weh. Denn gegen Zufall kann man nicht rebellieren. Gegen Chaos kann man kein Transparent malen. Gegen statistischen Wandel kann man keine Demo veranstalten.
Aber gegen „die da oben“, gegen „die mit dem Plan“, gegen „die Macher von Deagel“ – dagegen kann man kämpfen.
Oder zumindest: posten.
Der neue Analphabetismus: Lesen kann jeder – verstehen nicht
Was uns Deagel lehrt, ist nicht, wie gefährlich Excel ist. Sondern wie gefährlich es ist, wenn Lesekompetenz auf Welterklärungsbedarf trifft. Wenn das Bedürfnis, sich besonders zu fühlen, wichtiger ist als der Wunsch, sich wirklich zu informieren.
Denn Deagel war nie gefährlich. Aber das, was Menschen daraus machen, ist es.
– Wenn Journalismus ersetzt wird durch Screenshots.
– Wenn Wissenschaft ersetzt wird durch Bauchgefühl.
– Wenn Zweifel ersetzt wird durch ideologische Erektion.
Dann wird eine Website zum Kult. Und der Kult zur Realität – zumindest in den Köpfen derer, die sich weigern, in einer komplexen Welt erwachsen zu werden.
Vielleicht wird man irgendwann zurückblicken auf diese Zeit und sagen:
„Stell dir vor, es war Pandemie, Informationskrieg, Inflation – und Millionen Menschen diskutierten über eine Website, die nicht mal eine richtige Kontaktadresse hatte.“
Vielleicht wird man lachen. Vielleicht wird man weinen. Vielleicht wird man einfach weiter scrollen.
Und vielleicht sagt man dann:
„Was für ein Zirkus.“
Aber einer, bei dem der Clown die Bombe in der Hand hält und das Publikum applaudiert, weil sie blinkt.
Vielen Dank meine lieben Leser, dass Sie sich für diesen Artikel Zeit genommen haben! Ich hoffe, dass wir mit diesem kurzweiligem Artikel ein kleines Lächeln zaubern konnten, in diesen dystopischen Zeiten.
Bitte bleiben Sie gesund, denn das ist ein hohes Gut das wir pflegen sollten!!!
Herzlichst
Ihr Alfred-Walter von Staufen
Dieser Beitrag erschient zuerst und exklusiv bei PRAVDA-TV!
In eigener Sache:
Ich bin in meinem ersten Buch: „Der geheime Pakt der Freimaurer, Khasaren und Jesuiten: Wir bleiben durch unser Blut verbunden. Tod dem, der darüber spricht!“ der Frage nachgegangen: Was ist eigentlich Demokratie. Überlegen Sie doch bitte einmal selber: Wenn nach einer Wahl die großen Volksparteien entscheiden, wer in den Parteien das Sagen hat, um dann zu entscheiden, wer das Sagen im ganzen Land hat, ohne dass die Menschen im Land etwas dazu zu sagen haben, nennt man dies noch Demokratie?!
Ich suchte auch Antworten, wer die Wächter des Goldes sind und was der Schwur der Jesuiten besagt? Sind die „Protokolle der Weisen von Zion“ wirklich nur eine Fälschung? Was steht in der Balfour-Erklärung geschrieben? Ist die „Rose“ wirklich die Blume der Liebe oder steht sie viel mehr für eine Sklavengesellschaft? Was ist eigentlich aus dem Missbrauchskomplex Bergisch-Gladbach und dem Sachsensumpf geworden? Sind die Heiligen, welche wir anbeten, wirklich unsere Heiligen oder Götzenbilder des Teufels? Was hat es in Wahrheit mit dem Bio-Siegel auf sich?
Im vorletzten Kapitel dieses Buches dreht es sich um die augenscheinlichen Lügen und das Zusammenspiel der Politik, Banken und Wissenschaft.
Eine sehr wichtige Botschaft möchte ich am Ende des Buches in die Welt senden: Wir dürfen uns nicht mehr spalten lassen, denn der kleinste gemeinsame Nenner, zwischen uns allen dürfte sein, dass wir inzwischen ALLE extrem die Schnauze von diesem System voll haben und darauf sollten wir aufbauen!
Unser Buch: „Die Autorität: Die geheime Macht der Blutlinien der Pharaonen“
SIE WAREN NIE WIRKLICH WEG, JETZT HERRSCHT DIE AUTORITÄT ÜBER DIE GANZE MENSCHHEIT
Wir vermitteln Ihnen Informationen, welches Ihr falsch erlerntes Weltbild zerstören werden. Ein Weltbild, welches Ihnen seit Ihrer Geburt aufgezwungen wurde und dem man nicht entkommen kann bis zu diesem Buch. Das, was Ihnen überall durch die Medien erzählt wird, hat nicht viel mit der Realität zu tun. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr die Realität sogar das genaue Gegenteil von dem ist, was Sie ständig hören und sehen. Das ist nicht nur die satanische Verdrehung der Wahrheit, sondern auch die Umkehrung der Geschichte. Denn nicht einmal auf die Jahreszahlen können Sie sich verlassen. Ihre Organisationen verwenden zahlreiche Methoden, um die Manipulation der Menschheit still und heimlich zu implementieren. Sie benutzen die Medien und Prominente, damit ihre weitreichenden Pläne eine akzeptable Basis bei der Mehrzahl der Menschen finden. Sie sind nur ein Zahnrad in einem riesigen Getriebe, welches die Welt so wie sie ist, am Laufen hält. Weisheit und Macht sind nur auserwählten Familien oder Politikern, die uneingeschränkt dienen, zugänglich. Darum sind wir alle, in den Augen der herrschenden Elite, nichts anderes als Sklaven und zwar Freiwillige, eine Nummer, einer von Milliarden oder auch gerne als Schafe, Vieh oder Ratten bezeichnet. Wir sind ihr ausführendes Personal in einem betrügerischen Schuldgeldsystem, dem wohl wissend und stillschweigend alle zustimmen. Dieses System existiert seit den Zeiten der Pharaonen. Deren Machtstrukturen und Symbolik aus dem alten Ägypten finden Sie in den Logen, Religionen, Unternehmen und globalen Organisationen bis hin zum scheinbar vergnüglichen Kult des Karnevals. Nichts ist wie es scheint. Politiker und andere Berühmtheiten aus Fernsehen und Sport mit Dreck am Stecken gehören entweder zum Establishment oder dienen einem bestimmten Zweck und werden deshalb geschützt. Missbrauch, Pädophilie und Einschüchterung bis hin zum rituellen Mord gehören zum Repertoire der Verschwörer in den Logen. Die Blutlinien der Nachfahren der Pharaonen haben ihre Macht wie ein Spinnennetz über die Erde gelegt und wirken bis in die kleinsten Nischen unseres Alltags. Doch heute sind es nicht die Pharaonen welche das Schicksal der Erde denken und lenken, heute hat die Autorität die Könige, Präsidenten, Päpste, Milliardäre sowie unzählige Handlanger wie Schauspieler, Sänger und andere Prominente installiert. Sie gehören zum immerwährenden Programm wie Teile und Herrsche, Brot und Spiele oder die Ruhigstellung durch Wahlen von Politikern, die Veränderungen bringen sollen aber doch nur alle der Autorität dienen. Das Warte-Spiel der falschen Propheten, nutzt ebenso nur den böswilligen Kräften der Autorität und deren Kontrolle über uns. Vertrauen Sie also nicht dem scheinheiligen und göttlichen Plan und stopfen Sie sich nicht jeden Abend Popcorn in den Kopf. Ehren Sie stattdessen Ihren Weg, fassen Sie Mut und Verantwortung für Ihr Sein.
Dieses Buch ist Ihr Wegweiser!
Abbildungen:
- Alfred-Walter von Staufen
Quellenangaben zum Artikel
- com (Archivversion via Wayback Machine):
https://web.archive.org/web/20210401000000*/www.deagel.com
- Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2025, u.a. für Deutschland, USA, Frankreich.
- Disclaimer der Deagel-Website (archiviert):
- „This website is intended for informational purposes only and does not constitute investment or operational advice.“
- CIA World Factbook:
https://www.cia.gov/the-world-factbook/
- Eine der Quellen, aus denen Deagel laut eigener Angabe Informationen bezog.
- SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute):
https://www.sipri.org/
- Internationale Datenbank zu militärischen Ausgaben und Waffenhandel.
- YouTube & Telegram-Kanäle mit Deagel-Interpretationen (Beispiele):
- Diverse Inhalte über „Bevölkerungsreduktion durch Impfung“, Stand 2020–2023.
- Quellen anonymisiert, da viele mittlerweile gelöscht oder gesperrt.
- Artikel in „Correctiv“, „Volksverpetzer“ und anderen Faktencheck-Portalen:
- B. https://correctiv.org/faktencheck/2021/01/21/faktencheck-deagel-liste/
- Studien zur Medienwirkung & Verschwörungsglauben:
- Universität Basel, Medienpsychologie 2021: „Warum Menschen an Verschwörungen glauben.“
- Quelle: https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/Warum-Verschwoerungen-boomen.html
- ZDF-Dokumentation „Verschwörungswelten“ (2022):
- https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/verschwoerungswelten-100.html
- Buch: Michael Butter – „Nichts ist, wie es scheint. Über Verschwörungstheorien“ (Suhrkamp, 2018)
- Analyse über Verschwörungsnarrative in der digitalen Gesellschaft.