
Robert R. Manor ist kein politisches Orakel. Er ist das Gegenteil: ein Mann mit Notizblock, Kneipenblick und dem Talent, dort zuzuhören, wo sich die Wirklichkeit gern versteckt – zwischen Kassenband und Küchentisch, zwischen Vereinsheim und Wartezimmer.
In der Rubrik „Der Chronist vom Stammtisch der Vernunft“ sammelt er keine Parteiprogramme, sondern Sätze. Halbe Wahrheiten, ganze Aufreger, kleine Alltagsbeobachtungen – und die großen Fragen, die plötzlich auftauchen, wenn einer sagt: „Ich sag’s dir, wie’s ist …“
Hier wird nicht doziert, hier wird seziert: Medienhypes und politische Moden, moralische Überbietungswettbewerbe, Sprachregelungen mit Beipackzettel – und der ganz normale Wahnsinn, der sich montags seriös gibt und freitags schon wieder „Einzelfall“ heißt. Robert schreibt mit rheinischer Schlagfertigkeit, trockenem Humor und dem Mut, sich selbst nicht auszunehmen. Denn am Stammtisch ist jeder Experte – und genau deshalb lohnt sich das Protokoll.
Diese Rubrik ist Kolumne, Kommentar und Chronik zugleich: mal spöttisch, mal nachdenklich, oft beides in einem Absatz. Wer hier liest, bekommt keine fertige Weltanschauung – sondern ein Stück Gegenwart, frisch gezapft, mit Schaumkrone und Erkenntnis am Glasrand.




